Sport : Stinkefinger gezeigt – Medaille weg

Der Sieger Victor An (links) jubelt – Verlierer Sjinkie Knegt ist sauer.
Der Sieger Victor An (links) jubelt – Verlierer Sjinkie Knegt ist sauer.

Ein Eisschnell-Läufer war ein schlechter Verlierer.

shz.de von
21. Januar 2014, 05:40 Uhr

Wenn man jemandem den Stinkefinger zeigt, ist das eine Beleidigung. Das kommt nicht immer gut an. Diese Erfahrung machte jetzt auch ein Sportler bei einer Europameisterschaft.

Der Mann kommt aus den Niederlanden, heißt Sjinkie Knegt und ist Shorttracker. Bei der Sportart saust man auf Schlittschuhen über das Eis. So ähnlich wie beim Eisschnell-Lauf, aber auf einer kürzeren Strecke. Sjinkie Knegt hatte bei einem Staffel-Rennen am Sonntag in Dresden im Ziel beide Hände in die Luft gehoben – und dabei die gestreckten Mittelfinger gezeigt! Aber nicht einfach nur so.

Er richtete die Stinkefinger gegen einen Sportler aus Russland, der als Erster über die Ziellinie lief. Außerdem stampfte er seinen Fuß in dessen Richtung auf. Sjinkie Knegt war wohl sauer, dass sein Team nicht gewonnen hatte.

Die Jury des Wettkampfs fand die Aktion gar nicht witzig. Sie strich seinen Namen aus der Ergebnisliste des Wettkampfs. Deswegen verlor Sjinkie Knegt sogar eine Bronze-Medaille, die er bei der EM gewonnen hatte. Hätte er das geahnt, hätte er die Stinkefinger wohl nicht gezeigt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert