Sport : Stehpaddeln und Wellenreiten

Dem zehnjährigen Henry macht Stehpaddeln total viel Spaß. Dabei ist das Paddeln im Stehen wirklich anstrengend.
Dem zehnjährigen Henry macht Stehpaddeln total viel Spaß. Dabei ist das Paddeln im Stehen wirklich anstrengend.

Diese Sportart ist anstrengender als sie aussieht: Der zehnjährige Henry macht einen Kurs.

shz.de von
13. Juli 2018, 01:43 Uhr

Henry ist schon ganz aufgeregt. Erst vor Kurzem ist er mit seiner Familie auf die Insel Sylt gezogen. Henry ist zehn Jahre alt. Jetzt kann er endlich regelmäßig das machen, was er ziemlich cool findet: Stehpaddeln. Das ist das deutsche Wort für Stand-up-Paddling (gesprochen: ständ-ap-pädling). Abgekürzt: SUP. Dabei stehst du auf einem Surfbrett und bewegst dich mit einem Paddel vorwärts. Das geht nicht nur auf dem Meer: „SUP habe ich vorher schon mal auf dem See probiert“, erzählt Henry. Bei uns sieht man Stehpaddler seit ein paar Jahren auf dem Wasser.

Die Sportart ist aber keineswegs so einfach wie sie aussieht. Die Sportler müssen ständig das Gleichgewicht halten, damit sie nicht ins Wasser fallen.

Das erste Mal stand Henry im vergangenen Jahr auf dem Brett. In der Nordsee war er bisher dreimal paddeln. Das findet er cooler als auf einem See. „Auf Sylt habe ich beim SUP sogar schon mal Schweinswale gesehen“, sagt der Junge begeistert.

Außerdem findet er gut, dass man beim Stehpaddeln im Meer sogar wellenreiten kann. Dazu muss man allerdings schon ein paar Mal geübt haben. „Mal sehen, ob es heute klappt“, ist Henry gespannt. Zusammen mit seiner Schwester Lotte macht er einen Kurs in einer Surfschule.

Vorsicht, Strömung!

Doch bevor es ins Wasser geht, erklärt Surflehrer Tim Heinicke seinen Schülern, worauf es ankommt. „Schaut euch an, aus welcher Richtung der Wind weht. In diese Richtung bewegt sich auch die Strömung“, erklärt der Trainer. Auf Sylt kann die Strömung ziemlich stark sein. „Deshalb bleibt bitte in Strandnähe“, ordnet er an.

Henry und die anderen sind inzwischen in ihre Neoprenanzüge geschlüpft. Auf Sylt trägt man die meistens auch im Sommer, weil das Wasser nicht so warm wird. Dann erklärt Tim Heinicke am Strand, wie man paddelt: „Taucht das Paddel weit vorne ein, dann nach hinten durchziehen.“ Wer weiter vorne auf dem Brett steht, kann schneller paddeln. „Weiter hinten werdet ihr langsamer, seid aber wendiger.“ Henry und die anderen machen sich jetzt mit ihren Brettern auf den Weg ins Wasser.

An den Brettern befindet sich eine Sicherheitsleine. Die befestigt man an einem der Beine. Die Leine verhindert, dass man im Meer sein Brett verliert.

Und wie klappt es jetzt mit Henry und dem Wellenreiten? Er paddelt los. Jetzt will er unbedingt eine Welle reiten. Und es klappt! Das ist für Henry das Größte.

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