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Politik : Staatsakt für einen großen Mann

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Menschen verabschiedeten sich gestern von Helmut Schmidt. Der frühere Politiker war vor zwei Wochen gestorben.

Weiße Haare, immer eine Zigarette in der Hand und schlaue Sätze: So bleibt Helmut Schmidt vielen in Erinnerung. Er war ein berühmter Politiker der Partei SPD. Am 10. November starb Helmut Schmidt. Er wurde 96 Jahre alt.

Gestern verabschiedeten sich viele Menschen von ihm mit einem Staatsakt. Bei solchen besonderen Trauerfeiern versammeln sich Freunde, Verwandte und andere Weggefährten des Verstorbenen. Viel Platz war in der Kirche in Hamburg nicht mehr. Fast 2000 Menschen saßen dort gestern in den Reihen. Unter ihnen die wichtigsten Politiker Deutschlands: zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck.

Den ganzen Tag über liefen Berichte im Fernsehen. Die Nationalhymne wurde gespielt. Wichtige Politiker hielten Reden. Kanzlerin Angela Merkel sagte: „Helmut Schmidt wird uns allen fehlen“, sagte sie. Auf dem Sarg des früheren Politikers lag eine Deutschland-Fahne. Anschließend trugen Männer den Sarg aus der Kirche und er wurde in einem Auto durch die Stadt gefahren. So konnten auch andere Menschen von Helmut Schmidt Abschied nehmen.

Der Mann war für viele ein Vorbild. Er galt als jemand, der anpackt. Einer der sagt, was er denkt. Seine direkte Art brachte ihm den Spitznamen „Schmidt Schnauze“ ein. Früher war er sogar Bundeskanzler. Doch das ist lange her.

Trotz seines hohen Alters wollten die Menschen bis zuletzt etwas von Helmut Schmidt lernen. Sie sagten: Der Mann versteht viel von Politik und kann immer gute Ratschläge geben.

Helmut Schmidt wurde in der Hafenstadt Hamburg geboren. Deshalb trug er später oft eine Mütze wie die Schiffer und Lotsen in seiner Heimatstadt. Das war sein Markenzeichen. Und dass er bis zuletzt dauernd rauchte. Das fanden manche Leute nicht so vorbildhaft.

Richtig bekannt wurde Helmut Schmidt durch ein großes Unglück im Jahr 1962. Damals war er Senator in Hamburg. So werden dort die Minister genannt. In der Hafenstadt überschwemmte der Fluss Elbe bei einer Sturmflut die Deiche, viele Menschen kamen ums Leben. Das Wasser schloss viele Leute ein. Helmut Schmidt organisierte schnell Hilfe. Das gab ihm den Ruf, ein Macher zu sein.

Der Hamburger war 68 Jahre mit seiner Frau Loki verheiratet. Die beiden lernten sich schon als Schüler kennen. Das Paar spielte oft Schach zusammen, bis Loki vor fünf Jahren starb. Zusammen haben sie eine Tochter. Sie ist fast 70 Jahre alt.

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erstellt am 23.Nov.2015 | 18:48 Uhr

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