Währung : So entstehen unsere Geldscheine

Wenn man den neuen 20-Euro-Schein gegen das Licht hält, dann erscheint jetzt auch rechts ein Frauenkopf im Hologramm.
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Wenn man den neuen 20-Euro-Schein gegen das Licht hält, dann erscheint jetzt auch rechts ein Frauenkopf im Hologramm.

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13. November 2015, 05:40 Uhr

Geldscheine herstellen – das würden viele Leute gern selbst machen. Doch wer das darf, ist in Deutschland genau geregelt. Die Deutsche Bundesbank bestimmt darüber. Sie hat ihren Sitz in der Stadt Frankfurt im Bundesland Hessen.

„Die Banknoten werden in Hochsicherheits-Druckereien gedruckt“, erklärt Stefan Hardt von der Deutschen Bundesbank. In Deutschland sind das zwei Druckereien. Eine ist in Berlin, die andere in München.

Aber auch im Ausland wird Geld gedruckt. „Diese Druckereien besorgen sich bei einer Papierfabrik Papier“, sagt Stefan Hardt. Das ist aber kein normales Papier aus Holz. „Es besteht aus Baumwolle.“ Die Geldscheine fühlen sich deswegen anders an als Schreibpapier. Die Druckereien bedrucken dann dieses Baumwoll-Papier. Einige Merkmale, die die Banknoten vor dem Fälschen sicher machen sollen, sind schon in das Papier eingearbeitet. Andere Merkmale werden in den Druckereien auf die Scheine aufgebracht. „Dann werden alle Geldscheine zur Deutschen Bundesbank nach Frankfurt geliefert“, sagt Stefan Hardt. Die Bundesbank zahlt die Scheine an die Banken in Deutschland aus. „Sie befüllen damit ihre Geldautomaten und Kassen.“ Von dort holen sich auch die Geschäfte in Deutschland ihr Wechselgeld. Mit der Zeit landen die Scheine auch in unseren Geldbeuteln.

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