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Sport : Sieben Tage für die Fanta-Rampe

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jugendliche bauen mit an einem der größten Skateparks Europa: 2000 Quadratmeter für BMX-Fahrer und Skater in Flensburg.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 01:50 Uhr

Zuerst haben sie ein Gerüst aufgestellt. Sie haben Balken mit der Wasserwaage ausgerichtet und verschraubt. Dann mussten sie die Bretter mit der Kreissäge zuschneiden und auf die das Gestell schrauben. Sieben Tage ihrer Osterferien haben Jaime (14), Jan (12) und Thade (16) und viele weitere Jugendliche dafür geopfert, um auf dem Skatepark Schlachthof in Flensburg die neue Streetplattform aufzubauen.

„Der Schlachthof ist eine der größten Anlagen für Skater und BMXer in Europa“, sagt Dirk Dillmann, Chef der Sportpiraten, die hinter dem Projekt stehen. Und diese 2000 Quadratmeter große Anlage wird immer noch erweitert und ausgebaut. Eine Streetplattform fehlte noch. Auf dieser Rampe können die Skater und BMX-Fahrer auf Elementen üben, wie sie auch auf normalen Straßen zu finden sind. „Wir hatten vorher noch keine Schrägen, sondern mehr runde Elemente“, erklärt Thade. „So ist für jeden Fahrertyp was dabei“, sagt Jaime. Sie waren bei der Erweiterung des Skateparks von Anfang an dabei.

Denn bis so eine neue Rampenanlage steht, braucht es noch viel mehr als sieben Tage harte Arbeit. 35  000 Euro kostet das Projekt – für Material und Fachleute, die wissen, wie man so eine Rampe baut und die Jugendlichen anleiten.

Deshalb haben Jan, Jaime, Thade und die anderen jungen BMX-Sportler sich im vergangenen Jahr bei der Fanta-Spielplatz-Initiative beworben. 10  000 Euro standen dort auf dem Spiel.

„Das war ein anstrengender Monat“, erinnert sich Jan. Für die Bewerbung haben sie eine Text geschrieben, der das Projekt vorstellte. Dann mussten sie auch noch Werbung für sich machen, denn für den Sieg brauchten sie viele Stimmen in einem Online-Voting. „Wir haben Flyer verteilt, Leute in unseren Schulen angesprochen und Bilder von dem Projekt rumgeschickt“, erzählt Thade. Und am Ende hat es sich gelohnt – sie haben den ersten Platz gemacht. Dazu hat dann noch die Flensburger Peter Petersen Stiftung 25  000 Euro beigesteuert, die Sport- und Jugendprojekte fördert.

Doch für den Aufbau mussten die jungen Sportler nochmal selbst ran. Jetzt können Jaime, Jan und Thade ihre „Fanta-Rampe“ endlich nutzen. Und sie laden alle Kinder und Jugendlichen ein, sie auszuprobieren. Das geht jeden Tag – und ganz besonders beim nächsten großen Festival, dem BMX-Contest Butcher Jam vom 22. bis 24. Mai.

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