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Making Of : Shaun mit seinem ersten Blökbuster

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für den Film ohne Worte arbeitete das Film-Team zehn Monate lang mit Knetfiguren. Pro Tag produzierten sie einige Sekunden vom Film.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2015 | 05:05 Uhr

Alle Schafe sind Herdentiere? Von wegen! Shaun hat seinen ganz eigenen wolligen Kopf. Dabei bringt er sich und die anderen Bauernhofbewohner oft in brenzlige Situationen. Aber wenn es hart auf hart kommt, hält die Herde zusammen.

Wer kennt „Shaun das Schaf“ nicht aus dem KiKa und der „Sendung mit der Maus“? Jede der siebenminütigen Animations-Episoden erzählt eine Geschichte aus dem lustigen Alltag vom Bauern, Schäferhund Blitzer und der Schafherde um das berühmteste Schaf der Filmgeschichte.

Am Donnerstag kommt nun aber mit „Shaun das Schaf – Der Film“ eine Geschichte in die Kinos, die 80 Minuten lang ist. Und wie in den kurzen Fernsehfolgen, wird auch da kein einziges Wort gesprochen.

Ist das nicht langweilig? Keinesfalls, aber die Modellbauer der Knetfiguren mussten sich bei Shaun schon etwas Besonderes einfallen lassen. Denn alle Gefühle und Reaktionen der Figuren auf das Geschehen müssen sich über das Äußere zeigen. „Mit den Augenbrauen kann man normalerweise sehr viel Emotion ausdrücken, aber Shaun hat nun einmal keine“, sagt Will Becher, der leitende Animator des Films. „So haben wir uns darauf verlegt, mehr mit den Armen und Ohren, mit der Haltung und mit der Körpersprache auszudrücken.“

Die Entwicklung jeder einzelnen Figur aus Plastilin (besteht aus Wasser, Öl, Salz und Stärke mit Farbpigmenten) dauerte 16 Wochen. 21 Modellbauer, sogenannte „Modelmaker“, und 17 Animatoren, die die Figuren und Gegenstände in Stop-Motion-Technik auf einer Arbeitsbühne millimeterweise bewegen und jedes Mal davon eine Aufnahme machen, haben an 17 Sets gleichzeitig für den Film gearbeitet. So hat jedes Team der Firma „Aardman Animations“ am Tag etwa zwei Sekunden von „Shaun das Schaf – Der Film“ produziert. Insgesamt wurde zehn Monate lang gedreht. Der Film ohne Worte, aber mit ganz viel „Määh“ punktet vor allem durch seinen Humor. Dafür haben sich die Regisseure Richard Starzak und Mark Burton alte Stummfilme angesehen und sich auch von den Mr. Bean-Filmen und dem Pixar-Animationsfilm „WALL-E – Der Letzte räumt die Erde auf“ inspirieren lassen. Herausgekommen ist ein witziger Film, den Jung und Alt verstehen und lieben werden.

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