Tierschutz : Seltene Frösche oder Nashorn-Hörner im Koffer

Zollhündin Fee arbeitet beim Zoll. Sie und ihre Hunde-Kollegen schnüffeln am Gepäck der Reiseden –u nd finden so Geld, Drogen oder geschützte Tiere.
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Zollhündin Fee arbeitet beim Zoll. Sie und ihre Hunde-Kollegen schnüffeln am Gepäck der Reiseden –u nd finden so Geld, Drogen oder geschützte Tiere.

shz.de von
08. April 2014, 01:42 Uhr

Elfenbein, Schlangenleder oder seltene Frösche – jedes Jahr kassieren Zollbeamte am Flughafen viele Dinge ein, die Reisende unerlaubt mitbringen. Christine Straß (Foto) vom Hauptzollamt in Frankfurt erzählt im Kina-Interview, was sie und ihre Kollegen schon alles in Koffern aufgespürt haben.

Wie finden Zollbeamte heraus, dass jemand etwas Verbotenes dabei hat?

Christine Straß: Erfahrene Kollegen haben nach vielen Jahren oft einen Blick dafür. Wenn ein Reisender beim Zoll sehr nervös wirkt oder ganz schnell vorbeihuschen will, kann das ein Zeichen dafür sein, dass er etwas Verbotenes dabei hat. Wichtig ist auch der Koffer. Wo kommt er her, wo soll er hin? Kommt er aus einem Land, aus dem viel geschmuggelt wird? Da schaut man dann mal genauer nach.

Was entdecken Zollbeamte denn so in den Koffern?

Oft sind es Zigaretten, Alkohol oder auch Marken-Klamotten. Diese Sachen darf man zwar mitführen, aber nicht zu viel davon. Aber auch Tiere haben wir schon entdeckt. Ein Mann hatte zum Beispiel mal ganz viele Dosen mit kleinen, seltenen Fröschen dabei. Ein anderer hatte Nashorn-Hörner dabei. So etwas ist verboten.

Was sagen die Reisenden, bei denen verbotene Dinge gefunden wurden?

„Das habe ich nicht gewusst“, sagen viele. Das hilft aber nichts. Wer mit verbotenen Souvenirs erwischt wird, muss diese abgeben und eine Strafe zahlen. Ich muss mich vorher informieren, was ich aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen darf. Nachschauen kann man zum Beispiel im Internet unter www.zoll.de.

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