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Junge Forscher : Seifenblasen im Weltall

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wenn Alexander Gerst Ende Mai zur Internationalen Raumstation ISS fliegt, fiebern zwei Schüler besonders mit: Julius und Lukas.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 01:07 Uhr

„Wir hätten ja nicht gedacht, dass ausgerechnet unser Versuch gewinnt“, sagt Lukas. Zusammen mit seinem Freund Julius sitzt er an einem großen Tisch. Vor ihnen steht ein kleiner Computer, daneben ein gelbes Fläschchen mit Seifenblasen-Lauge. „Vielleicht macht ihm unser Experiment ja auch ein bisschen Spaß“, überlegt Julius und grinst.

Gemeint ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Er wird demnächst hinauf zur Internationalen Raumstation, kurz ISS, fliegen – und dort für ein halbes Jahr bleiben. In dieser Zeit will Alexander Gerst jede Menge Experimente machen, für viele Forscher hier unten auf der Erde.

Aber auch für Julius und Lukas. Die beiden Schüler haben nämlich bei einem Wettbewerb gewonnen. Er heißt „Aktion 42“. Schüler aus ganz Deutschland konnten sich dabei einen Versuch ausdenken: Etwas, das sie schon immer einmal in der Schwerelosigkeit untersuchen wollten. Bei Julius und Lukas geht es um Seifenblasen. Die Schüler versuchen herauszufinden, was mit den Seifenblasen im Weltraum passiert. „Wir wollen beobachten, ob sie in der Schwerelosigkeit länger halten“, erklärt der 16-jährige Julius. Oder ob sie im Weltraum schneller platzen. „Wir haben nämlich mehrere Erklärungen gefunden, warum Seifenblasen kaputtgehen“, fügt Lukas hinzu. Mit Hilfe der Schwerelosigkeit wollen sie herausfinden, welche Erklärung richtig ist.

Auf die Idee mit dem Wettbewerb brachte sie ihr Physik-Lehrer. „Die ISS ist einfach ein cooles Thema“, sagt der 15-jährige Lukas. Rund fünf Wochen tüftelten sie an ihrem Versuch. Dabei mussten sie auf verschiedene Dinge aufpassen. „Auf der Raumstation dürfen beispielsweise keine Flüssigkeiten frei herumfliegen“, erklärt Lukas. Die beiden Jungs mussten also darüber nachdenken, wie sie die Seifenblasen auffangen. Die Lösung: Der Astronaut bastelt zuerst einen großen Trichter aus Papier. In diesen pustet er dann die Seifenblasen hinein.

Von dem Versuch soll es später auch ein Video geben. Das wollen Julius und Lukas dann ins Internet stellen, zum Beispiel auf die Internetseite ihrer Schule. Damit jeder ihre Seifenblasen sehen kann.

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