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Sturm über Schleswig-Holstein : Schulfrei und Kerzenlicht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zwei Kina-Reporterinnen berichten, wie sie den schweren Orkan erlebt haben – und was danach geschah.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Das Unwetter am Montag hat Schleswig-Holstein durcheinander gewirbelt. Lena (10), Kina-Reporterin aus Fitzbek im Kreis Steinburg im Süden des Landes, und Lienke (13) aus Högel in Nordfriesland berichten, wie sie es erlebt haben:

 

Als wir am Montag zum Hundetraining wollten, waren alle Wege gesperrt, weil Äste auf die Straße fielen. Wir mussten wieder nach Hause fahren. Zeit um Hausaufgaben zu machen? Nein, dafür war es zu dunkel, denn der Strom war ausgefallen.

Wir haben Kerzen angezündet – und uns gelangweilt. Denn auch an Lesen und Spielen war nicht zu denken. Später sind wir dann noch zu einem Freund gegangen. Er hatte eine Laterne und wir saßen zusammen und haben gequatscht. Zähneputzen mit Taschenlampenlicht ging auch nicht so richtig gut. Doch gestern waren bei uns die Straßen schon wieder frei und wir konnten zur Schule gehen.

Der Sturm war schon ziemlich heftig bei uns in Nordfriesland. Unser Stalldach ist an manchen Stellen kaputt. Und der Wald gegenüber von uns besteht fast nur noch aus umgefallenen Bäumen. Wie lange das wohl dauert, bis er wieder ein kompletter Windschutz ist, der er sonst immer war. Aber gestern hatten wir schulfrei! Ich hab geholfen, die ganzen Dachplatten zusammenzufegen und zu entsorgen.
Danach haben wir uns im Dorf die anderen Häuser angesehen. Da gab es echt schlimme Schäden. Bei einem Nachbarn, der gerade im Urlaub ist, sind Bäume auf das Stalldach gefallen. Glücklicherweise waren da keine Tiere drin. Aber weil der Strom ausgefallen ist, mussten wir seine Tiefkühltruhen ausräumen und die Sachen zum Kühlen im ganzen Dorf verteilen.

Wir hatten zum Glück ein Notstromaggregat und konnten deswegen melken und auch Licht anhaben. Unser Telefon ging trotzdem nicht. Deshalb mussten wir die Gespräche per Handy führen.

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