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Selber machen : Schreib doch mal einen Brief

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vergiss Facebook oder WhatsApp – mit diesen Mails kannst du kreativ und persönlich Freundschaften pflegen.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 01:21 Uhr

„Wie geht es dir? Mir geht es gut.“ Puh, ein bisschen langweilig. Wer schon mal einem Brieffreund einen Brief geschrieben hat, weiß, wie schwierig es sein kann, ihn spannend zu gestalten. Doch wenn so ein Umschlag im Briefkasten landet, dann ist die Freude meist noch größer als bei einer E-Mail.

Einen Papierbrief kann man liebevoll gestalten – zum Beispiel mit Kartoffeldruck oder man zeichnet etwas hinein. Ganz normales Papier tut es aber auch.

Brieffreunde können ehemalige Mitschüler sein. Oder auch Menschen, die man zum Beispiel im Urlaub kennengelernt hat – oder welche, die man noch nie im Leben gesehen hat.

Wer einen Brieffreund sucht, hat viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel Verwandte fragen, die weiter weg wohnen, ob sie jemanden kennen, der einem schreibt. Auch online gibt es Möglichkeiten. Zum Beispiel mit der Kindersuchmaschine www.fragFINN.de. Sie hat schon Seiten für dich abgecheckt, ob sie auch sicher sind. Du kannst auf fragFINN.de in der Suchmaske eingeben, was du suchst. Wenn du etwa „Brieffreund finden“ eintippst, werden dir verschiedene Seiten angezeigt. Sie sind übersichtlich und nur für Kinder.

Es gibt auch Organisationen, die Brieffreunde vermitteln. Nikola Hahn (Foto) arbeitet für so eine Einrichtung, die International Pen Friends (IPN). IPN vermittelt Brieffreunde aus aller Welt. „Bei Briefen ist das wie im echten Leben: Manchmal entwickeln sich die Freundschaften, manchmal bleiben sie locker, manchmal schläft der Kontakt ein. Manche Brieffreunde besuchen sich auch“, sagt Nikola Hahn.

Eine Brieffreundschaft funktioniert, wenn man sich etwas zu erzählen hat und sich wirklich für den anderen interessiert. Es kann spannend sein, etwas über jemanden zu erfahren, der ganz anders lebt. Genau so gut kann es aber sein, wenn man gleiche Interessen oder Hobbys hat. Am besten suchst du dir einen Brieffreund in deinem Alter. Das macht mehr Spaß, denn oft gibt es mehr Themen, über die ihr schreiben könnt.

Vielleicht willst du aber auch einen Brieffreund, weil du beim Schreiben eine Fremdsprache üben willst. Dann gibt es einen Tipp: Die Fremdsprache sollte die Muttersprache deines Brieffreundes sein. Das heißt, wenn du dein Englisch aufmöbeln willst, solltest du ein Kind aus Großbritannien, den USA oder Australien suchen. Willst du eine andere Fremdsprache trainieren, suchst du Kinder aus den entsprechenden Ländern.

Nikola Hahn schreibt sich auch selbst mit vielen Menschen regelmäßig. „Am Anfang stellt man sich vor: Wer bin ich, was mache ich, was macht mir Spaß“, erklärt Nikola Hahn. Langsam findet man dann Punkte, an denen man anknüpfen kann. Mit der Zeit lernt man den anderen richtig gut kennen – und dann ist es auch gar nicht mehr schwierig, einen Brief zu schreiben.

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