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Kultur : Schönes über Afrika lernen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Menschen denken an Armut und Krieg, wenn sie an Afrika denken. Dabei hat der Kontinent noch viele andere Seiten.

Der 13-jährige Eddy arbeitet an einer Maske. Zusammen mit ihm sitzen elf andere Kinder und der Lehrer im Raum. Sie sägen Holzstücke aus, die sie mit gefärbtem Sand verzieren. Die Kinder sind zwischen sechs und sechzehn Jahren alt. Manche von ihnen sind in Ländern in Afrika geboren. Einige haben zumindest eine Mutter oder einen Vater von diesem Kontinent.

Zweimal im Monat treffen sie sich in der Samstagsschule in Berlin. Gemeinsam erfahren sie dort mehr über die Geschichte und das Leben der Menschen in Afrika. Der Lehrer erklärt, warum es dieses Angebot gibt: „Im Lehrplan der Schulen fehlen Angebote zu afrikanischer und schwarzer Geschichte.“ Er hat die Schule für afro-deutsche Kinder mitgegründet. Die Schüler hören dort Geschichten über Königreiche und Stämme, die es früher in Afrika gab. Wenn Afrika in der Schule vorkommt, dann nur in Verbindung mit Sklaverei und den Kolonien, findet der Lehrer. Mit Kolonie meint er Gebiete, die von anderen Staaten beherrscht wurden. So verfügten Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Belgien früher über Kolonien in Afrika.

Doch nach der Schulwoche am Wochenende gleich wieder zur Schule gehen? „Ich sehe es nicht als Schule, ich sehe es eher als Freizeit“, sagt die 13-jährige Benita. „Hier wird man nicht bewertet und ist etwas freier als in der Schule. Außerdem stehen die Kinder hier mehr im Mittelpunkt.“

Was sie am Wochenende lernen, soll ihnen auch außerhalb der Schule helfen. Der Lehrer glaubt: Wenn die Kinder besser über gute Seiten Afrikas Bescheid wissen, werden sie selbstbewusster. Außerdem können sie anderen erklären, dass Afrika nicht nur aus Armut und Krieg besteht.

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erstellt am 10.Aug.2015 | 17:52 Uhr

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