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Wirtschaft : Schlechte Luft bei Volkswagen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Autobauer hat Ärger wegen Schummelei.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 01:06 Uhr

Wenn du ein Stück Holz verbrennst, ist es danach nicht ganz weg. Meist liegt dann später ein Häufchen schwarzer Asche im Ofen. Auch wenn man Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin verbrennt, bleibt danach etwas zurück.

Autos verbrennen Diesel und Benzin in ihren Motoren. Die Kraftstoffe liefern die Energie, um zu fahren. Das, was bei der Verbrennung übrig bleibt, raucht hinten aus dem Auspuff heraus – das Abgas.

Über solche Abgase reden gerade eine Menge Menschen. Dabei geht es um die Autofirma Volkswagen. Sie hat Abgas-Vorschriften im Land USA nicht eingehalten – und dazu noch geschummelt. Viele Leute sagen: Das ist ein Skandal. Was aber hat es mit diesen Abgasen auf sich?

„Einige Stoffe, die im Abgas mit aus den Autos herauskommen, sind giftig“, erklärt ein Experte. Experten nennen sie Schadstoffe. Es sollen nicht zu viele dieser Stoffe in die Luft geraten. Deshalb gibt es Vorschriften darüber, wie viel von welchen Stoffen Autos ausstoßen dürfen. „Solche Vorschriften macht bei uns etwa die Europäische Union“, sagt der Fachmann. Das ist eine Gemeinschaft von 28 Ländern in Europa, kurz EU.

Bauen Firmen nun Autos, müssen sie diese Vorschriften einhalten. Sonst dürfen ihre Modelle nicht auf den Straßen fahren. „Dann würde sie ihnen wohl kein Mensch abkaufen“, sagt der Experte.

Damit die Firmen diese Gesetze einhalten, werden ihre Autos regelmäßig getestet. „Zum Beispiel gehen Prüfer los und holen sich zufällig ein Auto einer Serie vom Band“, erklärt der Fachmann. Sie bringen es in ein spezielles Labor. Dort muss das Auto für eine Weile auf eine festgelegte Art fahren. Während der Zeit hängt am Auspuff ein großer Ballon – darin sammeln die Prüfer die Abgase ein. Der Inhalt des Ballons wird später im Labor getestet. So wissen die Fachleute die genaue Menge der Schadstoffe, die das Auto herauspustet. Außer jemand betrügt.

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