Wissen : Schlaue Technik am Körper

Schlaue Technik im Schuh: Die Sohle überträgt Daten des Läufers auf das Smartphone.
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Schlaue Technik im Schuh: Die Sohle überträgt Daten des Läufers auf das Smartphone.

Das Armband zählt Schritte, die Uhr bedient das Smartphone. Solche Mini-Computer können unheimlich praktisch sein – und manchmal auch unheimlich unheimlich.

shz.de von
06. Januar 2018, 01:40 Uhr

Sie steckt im Armband und in der Uhr am Handgelenk – oder im Schuh oder in der Brille. Bald wird sie auch immer öfter in die Kleidung eingenäht. Die Rede ist von schlauer Technik in tragbaren Geräten. Solche Geräte werden auch Wearables genannt. Das Wort ist englisch und bedeutet tragbar. Gemeint sind also elektronische Geräte, die wir nah am Körper tragen – wie das Smartphone in der Hosentasche oder etwa Kopfhörer.

Meistens verwendet man das Wort Wearable in der Welt von Sport und Mode. „Jogger tragen Wearables am Handgelenk, die ihre Schritte zählen“, erklärt Carsten Busch. Er erforscht diese Technik. Manche Leute haben auch besondere Uhren, mit denen sie ihr Smartphone in der Tasche bedienen. Die Technik am Körper hat sich in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. „Früher waren die Geräte einfach noch viel zu groß, um sie mit sich zu tragen“, sagt der Fachmann. „Heute sind die Chips und Batterien viel kleiner und die Möglichkeiten größer.“ Mit ihren Wearables prüfen die Leute gern, wie viel sie sich bewegen und wie fit sie sind. Die Sensoren in den Geräten messen etwa die Körpertemperatur und den Puls.

Einige Wearables funktionieren aber auch als Fernbedienung: etwa, um den Fernseher, den Computer, das Licht oder die elektrischen Fensterläden anzusteuern. Doch in Zukunft sollen diese Mini-Computer noch viel mehr können.

Einige kluge Brillen gibt es schon. Sie können etwa fotografieren und filmen. Oder aber ihren Trägern Infos über ihre nähere Umgebung schicken.

Manche Leute sehen in dieser Technik allerdings ein Problem. Sie wollen nicht, dass solche Geräte überall unbemerkt Fotos machen und Daten senden. „Wir müssen uns überlegen, wann und wo wir diese Geräte verwenden“, sagt Carsten Busch. „Wearables sind klein, unauffällig und ganz nah an uns dran. Sie können sehen, was wir sehen. Und hören, was wir hören. Wir müssen wissen, dass solche Daten gespeichert werden und für andere Leute interessant sein könnten.“

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