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Silvester : Rumms, zisch: Experten testen Böller

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Feuerwerk ist toll. Aber auch gefährlich. Deshalb müssen die Raketen und Knaller überprüft werden.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Stundenlang feuern Leute draußen eine Feuerwerks-Rakete nach der anderen ab. Das machen sie aber nicht zum Spaß. Die Leute sind Experten. Auf einem Gelände bei Berlin prüfen sie alle möglichen Arten von Feuerwerks-Körpern. Sie wollen herausfinden, ob die Feuerwerks-Körper sicher sind oder gefährlich für die Umwelt oder für Menschen.

Die Leute arbeiten für die Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung. Viele Feuerwerks-Körper, die das ganze Jahr über getestet werden, kommen aus dem Land China, erklärt eine Mitarbeiterin der Behörde. „Bevor ein Feuerwerks-Körper hier verkauft werden darf, muss er 33 Untersuchungen bestehen“, sagt sie. Zum Beispiel kommen Raketen in einen Wärmeschrank. Dort bleiben sie für zwei Tage bei 75 Grad Celsius. Weitere Raketen werden auf einen Spezial-Tisch geschnallt und eine Stunde sehr stark gerüttelt. Zum Schluss schauen die Fachleute dann: Sind Klebe-Stellen auseinandergegangen? Rieselt irgendwo Schwarzpulver heraus?

Ist alles in Ordnung, kommt der nächste Test. Dazu schneiden Experten in einem Labor den Feuerwerks-Körper auf. Sie wollen herausfinden, welche Stoffe darin sind und in welcher Menge. Schließlich sollen keine Stoffe darin sein, die schlecht für die Umwelt oder die Gesundheit sind.

Besteht der Feuerwerks-Körper auch diesen Test, prüfen die Fachleute ihn draußen auf einer Spreng-Platte. Da heißt es: Anzünden und genau hinsehen. Die Experten schauen, ob zum Beispiel eine Rakete zu früh nach dem Anzünden startet – oder zu lange braucht. Zudem soll die Rakete möglichst gerade in die Luft starten. Und nicht so schräg, dass sie an Silvester ungewollt auf dem nächsten Balkon landet.

Außerdem dürfen die Feuerwerks-Körper nicht zu laut sein. Besteht ein Feuerwerks-Körper alle Untersuchungen, darf er in Deutschland verkauft werden.

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