Rot und gefährlich:  Der Sumpf-Krebs

Ein Einwanderer aus Amerika macht Krebsen in Europa zu schaffen.
Ein Einwanderer aus Amerika macht Krebsen in Europa zu schaffen.

shz.de von
17. Oktober 2013, 00:32 Uhr

Er ist knallrot und hat rote Knubbel an seinen Scheren: So sieht der rote amerikanische Sumpf-Krebs aus. Was man diesem Krebs aber nicht ansieht: Er ist gefährlich für andere Krebse. Der Sumpf-Krebs kann nämlich auf andere Krebs-Arten einen Pilz übertragen, der tödlich ist. „Krebs-Pest“ sagen Experten zu dieser Krankheit. Dem roten Sumpf-Krebs kann der Pilz dagegen nichts anhaben – wie auch anderen Arten, die aus Amerika stammen. Denn der rote amerikanische Sumpf-Krebs und auch andere Krebs-Arten wurden vor einer ganzen Weile in Europa eingeschleppt. Nun breiten sich die Tiere immer weiter aus – und verdrängen die heimischen Krebs-Arten. Im Südwesten Deutschlands haben sich schon fünf verschiedene Arten aus Amerika angesiedelt. Deswegen sind Biologen besorgt. Experten raten nun: Wer Krebse zu Hause im Aquarium hat oder in einem Gartenteich, der soll die Tiere nicht einfach aussetzen. So kann jeder helfen, dass die heimischen Krebse in Flüssen und Seen gesund bleiben.

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