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Tiere : Rein ins Haus und Deckel zu

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In den letzten Tagen war es ziemlich sonnig im Norden. Die Menschen finden das super – die Weinbergschnecke leider nicht. Sie braucht zum Leben nämlich viel Feuchtigkeit. Regnet es einmal länger nicht, ist die Umgebung trocken. Dann trickst die Weinbergschnecke: Sie zieht sich in ihr Haus zurück und schließt es mit einem Deckel zu. Den Deckel bildet die Schnecke aus einem oder mehreren Häutchen. Manchmal lagert sie dort auch Kalk ein. Nur ein kleines Fensterchen lässt sie offen, damit sie Luft bekommt. In ihrem Häuschen wartet die Weinbergschnecke anschließend, bis es in der Umgebung wieder feuchter ist. Das nennt man auch Sommerschlaf. Im Winter machen viele Weinbergschnecken übrigens etwas Ähnliches. Sie fressen sich zuerst einen Wintervorrat an. Dann buddeln sie sich tief in die Erde ein. Dort verkriechen sie sich wieder im Haus und schließen es mit einem Deckel ab. Das nennt man Kältestarre. Egal ob Sommer-Deckelchen oder Winter-Deckelchen: Ist es wieder feuchter oder wärmer, wirft die Weinbergschnecke den Deckel ab und kriecht munter weiter.

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erstellt am 31.Mai.2014 | 01:19 Uhr

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