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Kindernachrichten

20. Oktober 2017 | 04:03 Uhr

Sport : Rasend schnell dribbeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der 13-jährige Levi spielt bei einem großen Verein Basketball. Dreimal die Woche geht er zum Training. Aber Profi-Spieler möchte er trotzdem nicht werden.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 04:30 Uhr

„Los, Levi, bleib dran an deinem Mann. Bauch vorm Ball!“ Wie bitte? Was ist das für ein Kommando? Aber Levi (Foto) weiß, was sein Trainer damit meint. Der 13-jährige Nachwuchs-Basketballer soll sich so vor seinen Gegenspieler stellen, damit dieser nicht vernünftig werfen oder passen kann. Dabei ist Levis Bauch vor dem Ball.

Inzwischen hat er dem Gegenspieler den Ball abgenommen und dribbelt durch die Halle. Levi spielt seit sechs Jahren Basketball im Verein. Er hat direkt bei Alba Berlin angefangen, einem bekannten Verein in der Basketball-Bundesliga. Der Junge wurde vom Trainer seines großen Bruders entdeckt: „Ich hab in einer Pause beim Spiel meines Bruders ein bisschen gedribbelt“, sagt Levi. „Und dann hat mich der Trainer gefragt, ob ich nicht mal zum Training kommen will.“ Klar wollte Levi das. Schließlich findet er Basketball schon immer super. Und super lief dann auch sein Probe-Training. Nun spielt Levi für den Verein. Er verbringt viel Zeit in der Halle: montags, mittwochs und freitags ist Training und am Wochenende oft Spiele.

Träumt Levi denn davon, später Profi zu werden und in der Basketball-Bundesliga zu spielen? „Nee, ich mach' das einfach nur zum Spaß“, antwortet er. Ehrgeizig ist Levi trotzdem: „In der Verteidigung bin ich noch nicht so gut, da muss ich mich auf jeden Fall verbessern.“

„Die Mädchen und Jungs würden am liebsten den ganzen Tag nur spielen“, sagt Trainer Stefan Kägeler. „Einige von ihnen nehmen den Ball mit ins Bett“, erzählt er und grinst.

Aber auch Kraft- und Ausdauerübungen stehen auf dem Programm. Außerdem trainieren die jungen Basketballer das Werfen und Passen aus verschiedenen Positionen.

Levi ist Point Guard (gesprochen: Point Gard), also der Aufbauspieler seiner Mannschaft. „Ich bin dafür zuständig, den Ball nach vorne zu bringen, viele Pässe zu den anderen zu spielen“, erklärt er. Levi ist für einen Basketballer relativ klein. Beim Dribbeln ist das ein Vorteil. Aber beim Werfen auf den Korb ist es eher ein Nachteil. Der hängt bei Nachwuchs-Spielern nämlich meist genauso hoch wie bei den Erwachsenen.

Doch Levi hat schon früh von seinem Trainer gelernt: Der Angriff ist zwar wichtig, um ein Spiel zu gewinnen. Aber am Ende holt man mit einer besonders guten Verteidigung die Meisterschaft. Deshalb lautet das Motto: Verteidigung, Verteidigung, Verteidigung! Also immer schön am Mann bleiben und Bauch vorm Ball.

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