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Umwelt : Rangeleien zwischen den Erdplatten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Boden bebt in Nord- und Südamerika. Die Gründe dafür liegen in den Tiefen unseres Planeten.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 01:40 Uhr

Mitten durch die schwarze Straße verläuft ein langer Riss. An manchen Stellen wölbt sich der Asphalt auf. Solche Straßen sieht man gerade in Kalifornien. Das ist ein Bundesstaat im Land USA. Dort gab es am Sonntag ein schweres Erdbeben.

Aber nicht nur dort: Auch in den Ländern Chile und Peru bebte gerade die Erde. Kalifornien liegt im Westen von Nordamerika, die Länder Peru und Chile liegen ebenfalls im Westen, in Südamerika. Die beiden Kontinente sind miteinander verbunden.

„Die Erdbeben haben trotzdem nichts miteinander zu tun“, sagt Experte Helmut Echtler. Dass die Erdbeben nun fast zur gleichen Zeit kamen, sei Zufall. „Es sind einfach alles Gegenden, in denen es immer wieder Erdbeben gibt“, erklärt er.

Fachleute sagen auch: Es sind, was Erdbeben betrifft, Hoch-Risiko-Gebiete. Das liegt daran, dass in diesen Gegenden Erdplatten aneinandergeraten. Die Erde selbst hat ja ungefähr die Form einer Kugel. Sie ist im Inneren flüssig und heiß. Auf diesem flüssigen, heißen Kern schwimmen mehrere Erdplatten. Diese Platten bewegen sich ständig: Sie rumpeln aufeinander, drücken und reiben. „Manche Platten schieben sich etwa untereinander – so ist das in der Gegend von Chile und Peru“, sagt der Experte. Andere schrammen richtig aneinander entlang – wie in Kalifornien. Man kann sich das so vorstellen, als würde ein Auto seitlich an einer Mauer entlangschrammen.

Die Erdplatten drücken oft eine Weile kräftig aufeinander. Auf einmal wird der Druck zu groß – die Erde bebt, reißt auf und Gesteins-Massen schieben sich ruckartig hoch. So entstehen Falten und Risse in den Platten – und es sieht plötzlich manchmal so aus wie in den Straßen von Kalifornien.

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