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Bücher : Profi-Lesetipps von der Buchmesse

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Die Jugendjury des Deutschen Jugendbuchpreises hat aus den neuen Büchern von 2015 ihre sechs Favoriten ausgewählt.

Ausgezeichnete Bücher gibt es jede Menge bei der Buchmesse. Einige bekommen sogar einen Preis. Für Kinder- und Jugendbücher gibt es zum Beispiel den Leipziger Lesekompass, der jeweils zehn Bücher für 2- bis 6-Jährige, für 6- bis 10-Jährige und für 10- bis 14-Jährige empfiehlt. Hier findest du die Empfehlungen.

Und dann sind da auch noch die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Das ist noch keine Preisverleihung. Die gibt es erst im Herbst in Frankfurt. Aber in Leipzig werden die Bücher vorgestellt, die dafür in Frage kommen. Und das ist für jedes einzelne Buch schon ein Auszeichnung. "Die Nominierungen sind ungeheuer wichtig", sagt Anja Lösch vom Buchverlag Beltz & Gelberg. Die Expertin weiß, dass mit diesen Nominierungen die Bücher vom Vorjahr wieder viel Aufmerksamkeit bekommen - und natürlich auch häufiger gekauft werden.

Jeweils sechs Bücher in fünf Bereichen wurden am Donnerstag vorgestellt. Die Kritikerjury wählt Bilder-, Kinder- Jugend- und Sachbücher aus. Und die Jugendjury wählt sechs Jugendbücher aus. Die Jugendjury, das sind sechs Buchclubs aus ganz Deutschland. Darunter ist auch der Buchclub der Buchhandlung Christiansen aus Hamburg. Nachdem die Vorsitzende der Kritikerjury ihre 24 Bücher vorgestellt hat, war die Jugendjury dran.

Jeder Buchclub hat sein Buch auf der großen Bühne mit einer kleinen Aufführung vorgestellt. Die Hamburger erzählen die Geschichte von Finley und Boy 21 aus Matthew Quicks Buch "Goodbye Belllmont". Es ist eine Geschichte von Freundschaft in einer Stadt, in der Gewalt herrscht. Die Jungen wollen aus der Stadt herauskommen, indem sie sich für ein Basketball-Stipendium qualifizieren. Luisa erklärt, wie sie diese Geschichte auf der Bühne darstellen: "Finley ist eher ein stiller Typ. Und auch ihre Freundschaft wird sehr ruhig dargestellt, mit vielen Gedanken. Deshalb lassen wir den Jungen immer einfrieren, also ganz stillstehen, wenn der andere sich Gedanken macht."  Alle nominierten Bücher der Jugendjury sind eher nachdenkliche Bücher über junge Menschen in schwierigen Situationen, zum Beispiel Flucht, häusliche Gewalt oder Krankheit.

Wie viele Bücher sie im vergangenen Jahr gelesen haben, um das beste herauszufinden, wissen die 14 Jugendlichen aus Hamburg schon gar nicht mehr. Nachdem sie auf Buchmessen und in Katalogen Bücher herausgesucht und gelesen haben, machten sie eine Liste von 30 Büchern, ebenso wie die anderen Buchclubs der Jugendjury. Daraus wählten sie eine Top Ten, in der sie Punkte vergaben. "Goodbye Belmont" stand auf Rang 2, denn ihr Platz 1 war schon von einem anderen Buchclub nominiert worden - und es müssen immer sechs verschiedene Nominierungen sein. So einigen sich die Buchclubs.

Jetzt muss jeder Buchclub die sechs nominierten Bücher nochmal lesen und dann vergibt jedes Mitglied Punkte. Am Ende steht ein Sieger fest, der im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse den Preis der Jugendjury 2016 bekommt. Und da werden die Leseratten aus Hamburg auch wieder dabei sein.

 

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erstellt am 19.Mär.2016 | 09:13 Uhr

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