Tiere : Präriehunde: Wache schieben in der Steppe

Wenn Präriehunde sich an den Schnauzen berühren, wird eine Beißhemmung ausgelöst. Das heißt: Die Tiere schnappen nicht zu, sondern bleiben friedlich.
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Wenn Präriehunde sich an den Schnauzen berühren, wird eine Beißhemmung ausgelöst. Das heißt: Die Tiere schnappen nicht zu, sondern bleiben friedlich.

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28. Januar 2015, 01:08 Uhr

Feinde in Sicht? Ein kleiner Präriehund hält Wache. Er steht auf einem Erdhügel in der Steppe Nordamerikas. Diese Landschaft aus Gras und Sand wird auch Prärie genannt. Wenn der Präriehund etwas Verdächtiges bemerkt, gibt er eine Art Bellen von sich. Daher kommt sein Name. Dabei ist das Tier mit den kleinen Ohren und dem gelb-braunen Fell alles andere als ein Hund.

Präriehunde sind Nagetiere und gehören zu den Hörnchen, zu derselben Tiergruppe wie Eichhörnchen oder Murmeltiere. Die Tiere sind etwa so lang wie ein kleiner Dackel, aber dünner und leichter.

Eine Präriehund-Familie besteht meist aus einem Männchen, drei bis vier Weibchen und vielen Kindern. Die Tiere leben in großen Gruppen von mehreren Familien zusammen wie in einer kleinen Stadt. Fachleute sprechen von Kolonien.

Nähern sich Feinde wie Kojoten, Luchse oder Raubvögel, gibt ein Präriehund für ein bestimmtes Revier Laut – wie ein Wachhund. Das heißt: Achtung, Gefahr, versteckt euch! Der Präriehund, der Wache schiebt, warnt die anderen Tiere, damit sie schnell in ihren Höhlen verschwinden können. Präriehunde bauen ihre Wohnungen ähnlich wie Maulwürfe und Kaninchen. Sie buddeln tief unter der Erde Gänge und Höhlen, in denen sie schlafen und Schutz suchen.

Die Präriehunde sind noch auf eine andere Art für das Überleben in der Steppe gewappnet. Dort gibt es kaum etwas anderes als Gras, Gras und noch mehr Gras. Aber genau das haben die Tiere auf ihren Speiseplan gesetzt. So haben sie immer genug zu futtern, direkt vor ihrer Haustür.

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