Wetter : Potzblitz!

So ein Blitz ist extrem heiß – etwa 30  000 Grad Celsius.
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So ein Blitz ist extrem heiß – etwa 30 000 Grad Celsius.

Was passiert eigentlich bei einem Gewitter?

shz.de von
09. Juli 2015, 01:19 Uhr

Das Wetter spielt verrückt. Erst verbrennt uns die Sonne die Haut, dannn wird es drückend warm und auf einmal bricht ein riesiges Gewitter los.

Die Blitze sehen beeindruckend aus. Wie eine gezeichnete, gezackte Linie erleuchten sie grell den Himmel. Aber wie entstehen Blitze eigentlich?

„Blitze gibt es bei Gewitter“, erklärt der Experte Gerhard Diendorfer. Damit Gewitter entstehen, braucht es Feuchtigkeit und Wärme. „Das ist vor allem im Sommer an schwülen, heißen Tagen der Fall.“ Bei so einem Wetter bilden sich in Wolken elektrische Ladungen. „Wie genau das passiert, ist bis heute nicht ganz geklärt.“ Innerhalb der Wolke herrscht eine hohe elektrische Spannung. Diese Spannung will sich ausgleichen. Das ist mit Blitzen möglich.

Die meisten Blitze finden innerhalb der Gewitterwolke statt, sagt Gerhard Diendorfer. „Dabei leuchtet die Wolke auf und es gibt keinen Blitz, der zum Boden runtergeht.“ Das nennt man oft Wetterleuchten. Die Spannung wird dabei zwischen dem oberen und dem unteren Bereich der Wolke abgebaut.

Es besteht aber auch eine hohe Spannung zwischen der Wolke und dem Erdboden. Wird diese Spannung zu groß, sucht die Ladung einen Weg zum Boden. Dabei gibt es zwei Stufen. Zuerst bildet sich ein Leitblitz. „Der beginnt in der Wolke und sucht einen Weg zur Entladung der Spannung von der Wolke zum Boden. Dabei verästelt er sich. Weil er verschiedene Wege in Richtung Erdboden probiert. Diesen Leitblitz sehen wir mit bloßem Auge nicht.“

Hat dieser Blitz den Weg zum Boden gefunden, folgt die zweite Stufe: die Hauptentladung. „Sie erfolgt von unten nach oben. Das nehmen wir als Blitz wahr.“ Die Temperatur in diesem Blitzkanal ist unglaublich hoch: etwa 30  000 Grad Celsius! Das führt dazu, dass wir den Blitz leuchten sehen.

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