GEstalten : Plane deinen Tag

In deinem persönlichen Terminplaner gestaltest du jede Seite nach deinen Bedürfnissen. Mit einer Monatsübersicht kannst behältst du den Überblick.
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In deinem persönlichen Terminplaner gestaltest du jede Seite nach deinen Bedürfnissen. Mit einer Monatsübersicht kannst behältst du den Überblick.

Viele Menschen haben so viel zu tun, dass sie sagen: Ich habe Stress. Was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

shz.de von
06. März 2018, 22:00 Uhr

Hausaufgaben machen, Freunde treffen, zum Sport gehen, – viele Kinder haben nach der Schule viel zu tun. Experten sagen sogar: Sie haben Stress.

Manchmal ist Stress sehr unangenehm. „Man bekommt Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen, ist müde oder hibbelig und kann sich nicht konzentrieren“, sagt Arnold Lohaus. Er ist Experte für Stress und hilft Kindern damit umzugehen. „Es kommt nicht darauf an, möglichst keinen Stress mehr zu haben“, findet er. Besser sei es, seine Zeit gut zu organisieren. „Nicht einfach in den Tag reinstolpern, sondern planen, was man tut“, rät der Experte.

Das Bullet Journal zum Selbermachen: Tipps und Tricks

DAS BUCH: Du brauchst ein leeres Notizbuch Damit du genug Platz hast, sollte es nicht zu klein sein. Es kann Linien, Kästchen oder weißes Papier haben – das sollte dann aber gepunktet sein. Die kleinen Punkte auf den Seiten helfen, damit nicht alles krumm und schief wird. Sie lassen dir aber trotzdem viel Freiheit.

MEHR STIFTE: Buntstifte, Filzstifte, Fineliner, Bleistifte oder Marker. Mit verschiedenen Farben und Stiften wird dein Bullet Journal zu einem kleinen Kunstwerk. Unterschiedliche Farben helfen dabei, Dinge auseinander zu halten und wichtige Termine hervorzuheben.

EIN LINEAL: In einem Notizbuch mit gepunkteten Seiten lassen sich die Punkte mit einem Lineal oder Geodreieck einfach verbinden. So entstehen Kästchen und Linien, die dir bei der Orientierung helfen.

SONSTIGES: Du kannst Aufkleber in dein Bullet Journal kleben, Post-It-Zettel oder buntes Klebeband. Du kannst Lesezeichen basteln oder etwas abstempeln. Kleine Bilder reinmalen oder es schlicht halten. Es ist alles dir überlassen.

Eine Idee zum Planen ist das Bullet Journal (gesprochen: bullit dschörnäl). Der Begriff kommt aus dem Englischen. Bullets sind so etwas wie Stichpunkte. Und das Bullet Journal ist eine Mischung aus Notizbuch, Tagebuch und Kalender. Das Besondere: Man gestaltet es selbst. Du brauchst nur einen Stift und ein leeres Notizbuch.

Du startest am besten mit dem Inhalts-Verzeichnis. Am Anfang steht da wenig. Aber später enthält es, was alles in deinem Journal zu finden ist. Dann könnte dein Journal mit einer Monatsübersicht beginnen. Du schreibst etwa März oben auf eine Doppelseite. Für jeden Tag im Monat brauchst du eine Linie, ein Kästchen oder ein Feld. Dort schreibst du auf, was wichtig ist. Geburtstage oder Schulferien, Klassenarbeiten und die Zeiten für Hobbys. „So eine Übersicht weckt auch die Vorfreude auf schöne Sachen“, sagt Arnold Lohaus.

Er empfiehlt zudem einen Tagesplan. „Man setzt sich hin und überlegt: Wie kann ich meinen Tag einteilen? Was kommt alles auf mich zu? Was mache ich in welcher Reihenfolge?“ Am besten nimmst du dir für jeden Tag eine Seite. Dort schreibst du auf, was du vorhast. Solche Listen nennt man auch To-Do-Listen (gesprochen: tu du).

Der Experte rät: Am Tag Platz für Ruhe oder etwas Schönes lassen. „Zum Beispiel ein Spiel spielen oder ein Eis essen gehen. Abschalten zwischendurch ist wichtig.“ Außerdem solltest du versuchen, dir nur so viel vorzunehmen, wie du auch schaffen kannst.

Dein Journal kann viele verschiedene Seiten haben: Ideen-Listen, Erinnerungen, eine Liste mit Büchern, die du lesen willst oder Platz für Zeichnungen. Du kannst aufschreiben, was dich glücklich gemacht hat, oder was Stress ausgelöst hat. „So bekommt man ein Gefühl dafür, was einen stresst und worauf man sich freut.“ Wie du dein Journal gestaltest, entscheidest du. Deswegen kannst du auch nichts falsch machen.

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