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Sport : Pinke Badehauben in der Ostsee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Samstag waren Piet und Paula in Glücksburg beim Wettkampf der Ostseekids. Dort haben sie mit Teilnehmer Justin gesprochen.

Kurz bevor es losging, konnte man bei Justin keine Spur von Aufregung bemerken: „Nö, ich bin nicht nervös“, sagt der siebenjährige Flensburger lässig. Er war am Samstag beim Duathlon der Ostsseekids mit der Startnummer elf dabei.

Als Piet und Paula ihn kurz vorher entdeckten, saß Justin auf einer Holzbank am Glücksburger Strand. Um ihn wuselten viele Menschen aufgeregt herum: Eltern, Kinder und Reporter. Davon ließ der Junge sich aber nicht beeindrucken. Er wartete ruhig und konzentriert auf den Startschuss. Nebenbei posierte er noch vor Paulas Kamera.

Justin spielt regelmäßig Fußball und schwimmt oft. Deshalb musste er für den Wettkampf nicht so viel trainieren. Weil er sieben Jahre alt ist, startete er mit den Jüngsten in einer Gruppe. Die Sechs- bis Achtjährigen machen immer den Anfang bei den Ostseekids. Diesmal trugen sie pinke Badehauben auf dem Kopf. Nach ihrer Runde, in der Justin auch war, folgten noch zwei weitere Gruppen – die der Neun- bis Zehnjährigen und Elf- bis Zwölfjährigen. Sie hatten rote und weiße Kappen auf.

Die Sonne schien, aus den Lautsprechern tönten fetzige Pop-Songs und der Moderator hatte sich auch schon warm gesappelt: Es konnte losgehen. Der Moderator bat Justins Gruppe zum Startpunkt. Die Zuschauer zählten von zehn runter – und plötzlich spritzten überall nur noch Wassertropfen! Alle Wettkämpfler haben von Anfang an Vollgas gegeben.

Nach 75 Meter im Schwimmen hieß es für die Teilnehmer schnell in die Laufkleidung schlüpfen und ab zur Kurpromenade. Wer die 400-Meter-Laufstrecke hinter sich gelassen und beim Zielturm angekommen war, hatte es geschafft!

„Justin, wie lief’s“, fragt Paula ihn nach dem Wettkampf. „Am Anfang war das Wasser sehr kalt“, meint der Flensburger. „Aber als ich bei der Kurve war, ging es.“ Dafür, dass er beim Startschuss hinten stand, sei er mit seiner Leistung zufrieden. Es gab aber ein Problem beim Anziehen seiner Laufschuhe: Vater Björn Gralmann, der mit den Schuhen auf Justin gewartet hat, musste seinen Platz wechseln. Das wusste Justin nicht. Als der Junge dann bemerkte, dass sein Vater nicht mehr am Übergabeort stand, musste er ihn erstmal suchen. Und das kostete Zeit. „Ohne Schuhe wollte Justin nicht laufen“, erklärt sein Vater. „Aber dann hat er auf der Laufstrecke doch noch vier oder fünf Kinder überholt“, sagt er stolz.

Die Teilnahme bei den Ostseekids ist ein Spaßwettkampf. Deshalb gibt es am Ende keine Platzierungen. Jedes Kind bekommt ein T-Shirt, eine Medaille und eine Urkunde.

Beim nächsten Mal will Justin auf jeden Fall wieder mit dabei. Und wer weiß: Vielleicht wird er eines Tages ja sogar der Ostseeman!

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erstellt am 03.Aug.2015 | 05:40 Uhr

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