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Tiere : Piet und Paula unter Lämmern

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hunderte Schafe bekommen auf dem Hof Dircks jetzt Nachwuchs. Die Kinder Ben und Eva kümmern sich mit ihren Eltern um die Tiere.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2015 | 01:51 Uhr

Schnucki und Luka meckern und meckern. Die beiden kleinen Lämmer haben Hunger. „Oje, was nun?“, fragen Piet und Paula, die auf dem Schäferhof Dircks in Westerhever zu Besuch sind.

Eva (5) läuft schnell zu ihrer Mutter, um ein Fläschchen zu holen. Maren Dircks mischt Milchpulver mit Wasser in einer Flasche, zieht einen Nuckel darauf und Eva geht damit wieder in den Stall. Sie klemmt Schnucki zwischen die Beine und ihr Bruder Ben (7) gibt dem zehn Tage alten Lamm die Milch. Vier bis fünf Mal täglich bekommen Schnucki und Luka so ihr Futter.


Schnucki ist ein Drillingslamm

„Oje, diese Lämmer machen ja ganz schön viel Arbeit“, sagt Piet. Und Luka und Schnucki sind nur zwei von rund einhundert Schafkindern, die in diesem Monat auf dem Schäferhof Dircks in Westerhever geboren werden. Doch Eva kann Piet beruhigen: Sie müssen nicht alle Lämmer füttern. „Schnuckis Mama hat Drillinge bekommen und nur Milch für zwei Lämmer“, erklärt die Fünfjährige. So etwas ist normal.

Die meisten Schafe bekommen zwei Lämmer, einige auch drei oder nur eins. Manchmal kann so ein Drillingslamm bei einer Mutter unterkommen, die nur ein Lamm hat. Doch sie werden nicht immer angenommen. Dann weden Lämmer wie Schnucki und Luka in einen extra Stall und von Menschen betreut.

Jetzt sind Piet und Paula aber neugierig geworden, wo die anderen Schafe sind. Eva und Ben nehmen sie in den großen Stall mit. Es ist sowieso gerade Fütterungszeit. Lautes Geblöke empfängt sie. Ben, Eva und ihr Vater Olaf Dircks füllen Kraftfutter in Eimer und setzen sie den Schafen vor.


Ein Strohballen zum Turnen

Einige sind mit ihren Lämmern in Boxen. Dort gewöhnen sie sich aneinander. „Das geht über den Geruch“, erklärt Olaf Dircks. Damit ein Schaf seine Lämmer annimmt, müssen sie nach der Geburt zusammenbleiben. In dem großen Stall könnten sich die Schaffamilien sonst schon mal aus den Augen verlieren.

Doch wenn der Schafbauer merkt, dass sie miteinander vertraut sind, dürfen sie in den Laufstall. Da toben die Lämmer gemeinsam herum. Sie springen auf einen Strohballen, den Olaf Dircks ihnen extra zum Turnen hingestellt hat.

Dort nehmen auch Piet und Paula Platz. Ab und zu springt ein Lamm zu ihnen hoch. Dann kommt ein Mutterschaf und schnuppert an ihnen herum. Auch ein Huhn schaut vorbei. „Hier ist jeden Tag Ostern“, sagt Maren Dircks und sammelt ein paar Eier aus den Strohballen auf.

Außer den Schafen und Hühnern gibt es auf dem Hof auch noch Kaninchen, Meerschweinchen, Ponys und einen Esel. Das finden die Feriengäste gut, die den Hof besuchen – besonders viele sind es jetzt, in der Lammzeit, die noch bis April dauert. Bis dahin kommen noch viele Hundert Lämmer zu Schnucki und Luka dazu.

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