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Wahlkampf : Parteien auf Stimmenfang

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 22. September ist Bundestagswahl. Zwei Kina-Reporter haben herausgefunden, wie die Politiker um Wähler werben.

Es sind noch einige Wochen bis zur Bundestagswahl, doch der Wahlkampf ist schon im vollem Gange. Doch was ist Wahlkampf und was macht man da? Kina-Reporter Erik und Felix haben Wahlkämpfer Joscha John von den Grünen gefragt. Er ist Kreisgeschäftsführer der Partei Bündnis90/Die Grünen im Kreis Plön.

Schon Monate vor der Wahl fangen die Parteien an, für ihre Partei zu werben, erklärt er. Sie hängen Plakate auf. Während das geschieht, redet man in den Parteien auch noch darüber, was man denn machen könnte.

Wichtig ist der sogenannte Marktplatz-Wahlkampf. Da werden Stände aufgestellt und man kann dort mit den Vertretern der Partei reden und sich über politische Themen unterhalten, im Übrigen werden dort auch sogenannte Giveaways (sprich: giwäwäis) verteilt – kleine Geschenke. Die Grünen verschenken zum Beispiel Brausepulver, Luftballons oder Ruccola-Samen.

„Man kann aber nicht zwei oder drei Monate auf dem Marktplatz stehen, weil das die Leuten nerven würde“, erklärt Joscha John. Und die Menschen haben ja auch noch andere Sachen zu tun – im Sommer zum Beispiel an den Strand gehen. Deshalb haben sich die Grünen eine Aktion ausgedacht: die Küstentour. Da haben sie ein paar Wochen lang an den Stränden der deutschen Osteeküste für ihre Politik geworben – von der polnischen Grenze bis zur dänischen. Wenn sie an den Stränden entlang laufen, sprechen sie die Leute an und geben ihnen Flyer, zum Beispiel mit dem Motto: „Haut retten – Grün hilft“. In diesen Flyern ist eine kleine Tüte Sonnencreme und auf der Rückseite steht das Wahlprogramm der Grünen in Kurzfassung.

Damit die Leute zu den Wahlkämpfern kommen, nehmen sie auch bundesweit bekannte Personen mit wie Renate Künast oder Claudia Roth. Entscheidend sei aber die letzte Phase des Wahlkampfs, erklärt der junge Grüne: „Weil die grünen Wähler sich erst relativ spät entscheiden, geben wir in den letzten drei Tagen alles.“

Am drittletzten Tag vor der Wahl stehen die Grünen gegen 4 oder 5 Uhr auf, um an Bahnhöfen Wahlzeitungen zu verteilen. Und auch dieses Jahr gibt es wieder die Aktion „3 Tage wach“. Das ist eine Veranstaltung in Berlin, wo einige Wahlkämpfer die letzten 72 Stunden damit verbringen, Fragen zu beantworten. Man kann Fragen per E-Mail oder Telefon stellen, solange diese politisch sind. Man kann sich das Ganze im Livestream im Internet angucken und auch dort wird man auf bekannte Persönlichkeiten nicht verzichten müssen.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 20:20 Uhr

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