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Tier-Serie : Palle fragt: Frisst mir der Otter die Fische weg?

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Frage hat das Green-Screen-Maskottchen noch vorm großen Naturfilm-Festival.

Oha, Palle, ist da vielleicht jemand futterneidisch? Also im Prinzip könnte ein Otter das, aber das wird kaum vorkommen. Ihr Papageientaucher lebt ja im Gebiet des atlantischen Ozeans,   und es gibt zwar auch Meeresotter, aber die kommen im Pazifik vor.

Außerdem essen die nur selten Fisch, sondern knacken mehr Muscheln, Wasserschnecken und Seeigel. Dazu schwimmen sie auf dem Rücken, benutzen ihren Bauch als Arbeitstisch und knacken die Beute manchmal sogar mit Werkzeug, nämlich Steinen.

Wen du ganz vielleicht mal an der schottischen oder skandinavischen Küste treffen könntest, wäre ein Fischotter. Dieser Wassermarder lebt zwar meist in Flüssen, kann aber auch mal an der Küste im Salzwasser vorkommen und der frisst tatsächlich meist Fische, aber auch alles andere, was ihm vor die Schnauze kommt – Frösche, große Insekten, Mäuse und mehr. Er ist dabei aber erstaunlich faul und frisst meist geschwächte oder kranke Tiere. Somit gehört er zu den „Gesundheitspolizisten“ unter den Tieren.

Viel mehr Energie mag er ins Spielen stecken, das sieht oft sehr lustig aus, oder auch in die Fellpflege. Damit es schön wasserabweisend und wärmend bleibt, muss sein Fell geölt und geputzt werden. Und da hat er einiges zu tun, denn auf einem Quadratzentimeter, das sind in einem Schulheft vier Kästchen, wachsen bei ihm bis zu 50  000 Haare! Versucht mal, in vier Kästchen mit dem dünnsten Stift, den ihr habt, so viele Punkte zu machen. Das schafft wahrscheinlich niemand.

Otter leben in Höhlen mit einem Eingang unter Wasser, wie Biber, bewegen sich auch meist im Wasser, können bis zu acht Minuten tauchen, aber ruhen sich auf dem Trocknen aus. Sie sind oft nachts unterwegs und recht scheu, weshalb viele Menschen noch keinen Otter gesehen haben. Gefährdet sind sie heute vor allem durch die Verschmutzung der Flüsse und Verbauung der Ufer, so dass sie nicht mehr richtig raus können. Früher hat man sie noch viel gejagt, weil man dachte, sie fressen sogar den Menschen die Fische weg. Du siehst also, dass du nicht allein bist mit deinem Futterneid, Palle!

Green Screen

Morgen geht’s los: Bis zum 14. September gibt es in Eckernförde beim Filmfestival Green Screen Tier- und Naturfilme zu sehen. Dazu hat das Maskottchen Palle die Biologin Franziska Clauss (Foto) schon seit Wochen mit Fragen gelöchert. Jetzt kann er sich alles selbst anschauen – und ihr auch.     Wenn ihr zum Beispiel noch mehr über Fischotter erfahren wollt, seht euch   am Sonnabend um 18 Uhr im „Haus“ den Film „Das Phantom vom Fluss“ an, wenn ihr den nicht schon vorher im Green-Screen-Schulprogramm gesehen habt.

Mehr Programm-Infos zum Festival gibt’s unter der Internet-Adresse: www.greenscreen-festival.de


 

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erstellt am 09.Sep.2015 | 01:31 Uhr

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