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Naturfilm : Palle fragt: Fändest du es gut, wenn Wolf und Co wieder bei uns leben?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Natur auf der Spur ist das Maskottchen des Naturfilm-Festivals Greenscreen.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 01:25 Uhr

Na klar, Palle, fände ich das gut! Weißt du, der Mensch hat viele Jahrzehnte lang bei uns in Deutschland diese Tiere ausgerottet. Das war vor allem noch, als man nicht viel über sie wusste. Und dann gab es ja auch immer schon die Märchen vom „bösen“ Wolf.

Inzwischen weiß man viel mehr über die Natur und das Zusammenleben von Tieren, auch von Raubtieren und Beute, und dass der Mensch nicht gefährdet wird, wenn diese Tiere wieder bei uns leben. Ist es nicht verrückt, dass viele Menschen mit großen neidischen Augen auf die schauen, die sich eine Reise in die Wildnis Amerikas oder Afrikas leisten können, wo es all diese vermeintlich bösen, gefährlichen und dazu noch giftigen Tiere gibt – aber selber im eigenen Land lieber keine haben wollen?

Wolf, Bär und vor allem der Luchs, der schon länger wieder in einigen Gebieten Deutschlands lebt, sind sehr scheu und gehen den Menschen lieber aus dem Weg. Nur wenn jemand sie richtig ärgert und sie nicht mehr weglaufen können oder wenn jemand ihrem Nachwuchs etwas Böses antun will, können sie gefährlich werden. Aber das kann eine Wildschwein-Bache dann auch. Man muss eben allen Tieren mit Respekt gegenüber treten.

In Berlin leben Wildschweine und Füchse mitten in der Stadt unter den Menschen und es geht seit Jahren gut. Zumindest wurden keine Menschen gefährdet, nur manchmal Gärten von den Wildschweinen verwüstet.

Aber Wolf, Luchs und Bär haben ja wichtige Plätze in der Natur. Ein Jäger erzählte mir zum Beispiel einmal, dass er sehr froh ist, jetzt wieder ein Wolfsrudel in seinem Revier zu haben, denn die Rehe sind jetzt viel vorsichtiger geworden. Während sie früher ohne aufzupassen immer in einer Waldecke alles soweit weggefressen hatten, dass kaum was nachwachsen konnte, ziehen sie jetzt wegen der Wölfe weiträumig umher, fressen überall nur ein bisschen und nichts geht für immer kaputt.

Wichtig sind nur Regeln, die zum Beispiel Bauern entschädigen, falls eines dieser zurückgekehrten großen Raubtiere mal ein Schaf oder ein anderes Tier töten sollte.


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