Kultur : Opa, sein Gebiss und die Katze Glitzerbella

Eine ziemlich verrückte Geschichte: Ute Geske, Christian Berg, Petter Bjällö mit Glitzerbella, Paul Glaser und Alexandra Kurzeja proben für das Musical „Das Phantom von Opa“.
Eine ziemlich verrückte Geschichte: Ute Geske, Christian Berg, Petter Bjällö mit Glitzerbella, Paul Glaser und Alexandra Kurzeja proben für das Musical „Das Phantom von Opa“.

Ab Ostern wird in Hamburg ein neues Kinder-Musical aufgeführt

shz.de von
01. April 2017, 01:25 Uhr

Opa ist tot! Doch wirklich traurig ist seine Familie nicht. Denn Opa hat in seinem Leben als Musicaldarsteller viel Geld verdient, und seine Tochter und Enkelin träumen nun von einem Leben in Saus und Braus.

Wenn da bloß nicht Opas Katze Glitzerbella wäre. Um die will sich nämlich niemand kümmern, und so bringt die Familie sie ins Tierheim. Doch dann gibt es ein Problem. In seinem Testament hat Opa bestimmt, dass sie das Geld nur erben, wenn sich die Familie weiter gut um Glitzerbella kümmert. Aber die Katze ist inzwischen nicht mehr im Tierheim und Mutter und Tochter machen sich auf die Suche. Und dann kommt auch noch Opa als Phantom zurück. Schließlich stirbt man nur einmal im Leben, und da kann man in der Hektik schon mal sein Gebiss auf der Erde vergessen. Als er hört, dass Glitzerbella verschwunden ist weigert er sich, in den Himmel zurückzukehren.

So beginnt das neue Musical von Christian Berg. „Das Phantom von Opa“ heißt es, und es wird ab Ostersonnabend, 15. April, im St. Pauli Theater in Hamburg aufgeführt.

Eine ziemlich verrückte Geschichte mit Robotern, einem Zauberer, Lokomotiven, Vampiren, einem Gebiss und einem sprechenden Buch. Mehr als zwanzig verschiedene Figuren stehen im Laufe des Stückes auf der Bühne. Dabei spielen mit Ute Geske, Alexandra Kurzeja, Petter Bjällö und Christian Berg eigentlich nur vier Schauspieler mit. Wie geht das? „Das ist ein fliegender Kostümwechsel“, erklärt Christian Berg. Zum Beispiel Petter Bjällö. Er spielt acht verschiedene Rollen, darunter einen Eisenbahnwaggon, einen Penner und den Opa. Eigentlich ist er 41 Jahre alt, hat viele blonde Haare und ganz glatte Haut. „Vor jeder Aufführung muss ich mehr als zwei Stunden früher ins Theater kommen, damit die Maskenbildner mir Falten und eine Glatze verpassen“, erzählt er.

Christian Berg hat schon viele Musicals und Theaterstücke auf die Bühne gebracht. Bisher waren das aber immer Geschichten, die es schon gab – wie Jim Knopf, die Schneekönigin oder das Märchen vom Fischer und seiner Frau. „Das Phantom von Opa“ hat er sich zusammen mit dem schwedischen Komponisten Paul Glaser komplett selbst ausgedacht. Und weil die beiden sich schon so gut kennen, ging das ziemlich schnell. „Ich habe Paul morgens eine Email mit einem Text geschrieben, und er hat bis abends die Musik dazu komponiert“, erzählt Christian Berg. So hat es insgesamt ein Dreivierteljahr gedauert, bis das Musical fertig war. „Ich bin ziemlich stolz darauf“, sagt Christian Berg. „Vor allem, weil die Musik so gut ist.“> Das Musical ist für Kinder ab fünf Jahren und wird am 15. und 16. April, 15 Uhr, 17. April, 11 und 15 Uhr, sowie am 21. April bis 20. Mai, freitags um 15 Uhr und samstags und sonntags um 11 Uhr, am 6., 7., 13. und 20. Mai, jeweils um 11 und 15 Uhr aufgeführt. Karten gibt es ab 19,90 Euro. Ticket-Hotline 040/ 47110666

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