Lernen : Omas Schule war ganz anders

Franziska, Christopher, Alexander und ihre Oma Astrid Huber haben sich mal angeschaut, was über die Jahrzehnte so in der Schule benutzt wurde: vom Rechenschieber über das Schulheft und den Taschenrechner bis hin zu Tablet und Computern.
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Franziska, Christopher, Alexander und ihre Oma Astrid Huber haben sich mal angeschaut, was über die Jahrzehnte so in der Schule benutzt wurde: vom Rechenschieber über das Schulheft und den Taschenrechner bis hin zu Tablet und Computern.

Alexander (8), Franziska (10) und Christopher (11) erfahren von ihrer Großmutter Astrid Huber, wie sich das Lernen verändert hat.

shz.de von
02. März 2017, 01:45 Uhr

Was vor 60 Jahren noch unvorstellbar war, ist heute ganz normaler Alltag bei Schülern. Hätte Astrid Huber damals in die Zukunft blicken können, dann hätte sie wohl festgestellt, dass sich alles rasend schnell verändert. Zum Schreiben von Texten oder Rechnen von Matheaufgaben benutzte die kleine Astrid nämlich noch ihre eigene kleine Tafel mit Kreide und Schwamm. Später bekam sie Hefte und Stifte, und heute verfassen viele Schüler ihre Texte schon auf dem Laptop oder Tablet.

Die Schule wird immer vielfältiger, und es wird auch mehr von dir erwartet, als es damals noch der Fall war. So sieht es jedenfalls  Oma Astrid Huber (66 Jahre), wenn sie anschaut, was ihre Enkel Alexander (8 Jahre), Franziska (10 Jahre) und Christopher (11 Jahre) Otzen in der Schule alles lernen müssen.

Aber Oma Astrid sieht auch viele Verbesserungen: „Damals, als ich zur Schule ging, gab es noch die Prügelstrafe. Zum Glück ist das heute nicht mehr erlaubt.“ Astrid Huber findet, dass die Kinder heute mit mehr Spaß zur Schule gehen, da sie wissen, dass sie gefördert werden. Früher war das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern oft nicht so gut. Die Kinder hatten zu gehorchen und dem Lehrer mit dem höchsten Respekt zu begegnen. Wenn Astrid vergessen hatte, zu lernen, verfiel sie in Panik. Es war einfach zu peinlich, dem Lehrer so etwas gestehen zu müssen. Heute würden die Otzen-Geschwister wahrscheinlich nur noch einmal schnell vor Unterrichtsbeginn im Smartphone nachschauen, um zumindest antworten zu können oder ihre Mitschüler fragen.

Als Astrid zur Schule ging, gab es bei ihr in Wanderup noch Kartoffelferien. Zu dieser Zeit ernteten viele Kinde in ihren Ferien Kartoffeln, um sich ihr Taschengeld zu verdienen. Wenn dann die Schule wieder begann, erzählten sie stolz von ihrem Verdienst. Heute machen die Kinder in den Ferien Urlaub.

Alexander, Franziska und Christopher gehen wie die meisten Kinder mal mehr und mal weniger gern zur Schule. Mathe ist das Lieblingsfach der drei. Auch Oma mochte Mathe und Geometrie. Doch es kommt natürlich auch immer etwas auf den Lehrer an, das ist bei den Kindern heute so, und daran kann Astrid sich auch noch erinnern.

Doch viel hat sich getan seit damals, aber die Geschwister haben noch viele Ideen, wie sich ihre Schule weiter verändern könnte. Christopher und Alexander hätten an ihrer Schule gern mehr Freizeitmöglichkeiten für die Pausen. Mehr Schaukeln, Fußball- oder Basketballplätze wären toll. Ihre Schwester Franziska hingegen hätte gern einen flexiblen Stundenplan: „Ich würde mich gern online einloggen und jeden Tag die Fächer auswählen, auf die ich gerade Lust habe.“

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