Umwelt : Noch immer viel zu tun in Haiti

Sie können wieder lachen: Die haitianischen Mädchen haben Schuluniformen an und bekommen wieder Unterricht. Das war nicht selbstverständlich, als das Erdbeben viele Schulen zerstört hat.
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Sie können wieder lachen: Die haitianischen Mädchen haben Schuluniformen an und bekommen wieder Unterricht. Das war nicht selbstverständlich, als das Erdbeben viele Schulen zerstört hat.

Fünf Jahre ist es her, dass auf Haiti ein Erdbeben sehr viel Schaden anrichtete. Wie geht es den Menschen heute?

shz.de von
12. Januar 2015, 01:05 Uhr

Manche wohnen mit ihren Familien noch immer in kleinen Zelten. Sie schlafen auf Decken oder harten Matten. Wenn der heftige Tropenregen niederprasselt, ist alles durchnässt und matschig.

Die Rede ist von Kindern in dem Land Haiti. Das liegt auf einer Insel im Karibischen Meer. Vor fünf Jahren gab es dort eine schlimme Katastrophe. Am 12. Januar 2010 erschütterte ein heftiges Erdbeben das Land. Häuser stürzten ein, Straßen und Schulen gingen kaputt. Viele Menschen kamen bei dem Erdbeben ums Leben. Helfer errichteten damals Zeltlager für Menschen, die obdachlos geworden waren. Auch fünf Jahre später wohnen noch immer viele Menschen dort. „Das Leben in den Lagern ist sehr ärmlich“, sagt Experte Harry Donsbach. Er arbeitet für eine Organisation, die Menschen in dem Land hilft.

Harry Donsbach war nach dem Erdbeben viele Monate in Haiti. Er erzählt: „In diesen Lagern gibt es keine Spielplätze. Platz zum Fußballspielen ist dort auch kaum.“ Doch die Helfer in Haiti hatten auch schon Erfolg. Straßen, Schulen und Krankenhäuser wurden wieder aufgebaut. Viele Familien haben nun ein festes Dach über dem Kopf. Ihre Kinder können zur Schule gehen.

Doch es gibt noch viel zu tun, sagt der Experte. Haiti ist ein sehr armes Land. Viele der Leute haben keine Arbeit. Selbst wenn sie eine Wohnung finden, können viele die Miete dafür nicht bezahlen. Oft springt die Regierung oder eine Hilfsorganisation ein. Aber das geht meist nur für kurze Zeit. Manche Leute müssen deshalb sogar zurück in die Zeltlager.

Der Experte meint: „Das Wichtigste ist, dass viele Menschen eine Ausbildung machen und einen Job finden. Dann können sich die Haitianer auch besser selber helfen.“

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