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Sport : Niklas spielt beim FC St Pauli

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele träumen davon, von einem Talent-Scout entdeckt zu werden. Doch wie geht es weiter, wenn es tatsächlich geschieht?

Niklas Gohr lebt einen Fußballer-Traum. Der zwölfjährige Nachwuchskicker aus Oelixdorf im Kreis Steinburg hatte schon drei Jahre für den SV Alemannia Wilster gespielt, als ihn ein Talentscout im Januar 2012 bei einem Turnier in Glückstadt entdeckte. Im April 2012 wurde er im Leistungszentrum des FC St. Pauli aufgenommen. Seitdem dreht sich in Niklas’ Leben alles nur noch um das runde Leder.

„Zum Anfang war es eine ganz komische Situation. Plötzlich spielt man gegen große Vereine wie Werder Bremen, HSV oder VFL Wolfsburg“, sagt Niklas. Zu Anfang hat er sich selber gewaltig unter Druck gesetzt, denn er wollte den Trainern sein Können beweisen. Doch mit den ersten Punktspiel- und Turniererfolgen seiner Mannschaft gewann Niklas Sicherheit und er steigerte seine Leistungen kontinuierlich.

Diese Entwicklung blieb auch den Talentförderern des Hamburger Fußballverbandes nicht verborgen. 2013 bekam Niklas eine Einladung zum Sichtungstraining. Dort sicherte er sich zusätzlich zu seinem Platz im Tor des FC St. Pauli einen Torhüterplatz im U13-Team der Hamburger Landesauswahl. „Jeder Nachwuchskicker möchte gerne in die Landesauswahl. Denn ein Platz dort eröffnet die Möglichkeit, für weitere Sichtungsturniere eingeladen zu werden, die der Aufstellung der Nationalmannschaft dienen“, erklärt Niklas.

Mit Dirk Heyne bekam das junge Talent einen weiteren Förderer. Der ehemalige Fußballprofi, der während seiner Karriere in Bundesliga-Vereinen das Tor hütete, eröffnete nach seiner aktiven Spielerzeit eine Torwartschule in Hamburg. In einigen Kursen konnte Niklas dort mit seinen herausragenden Leistungen überzeugen. „Wir waren absolut aus dem Häuschen, als Dirk Heyne an uns herantrat und uns fragte, ob Niklas einmal pro Woche in einer Talentgruppe trainieren möchte“, sagt Niklas Vater Michael Gohr. So fährt Niklas jetzt statt an drei Tagen pro Woche fünfmal zum Training nach Hamburg. Zusammen mit den Punkt- und Freundschaftsspielen sowie Turnierteilnahmen an den Wochenenden steht Niklas jetzt bis zu sieben Tage die Woche auf dem Fußballfeld. „Anfänglichen hatten wir doch Befürchtungen, das es für Niklas zu viel werden könnte“, erzählt die Mutter Melanie Gohr. Doch Niklas konnte seine Eltern überzeugen, es zu versuchen, und wie sich herausstellte, waren alle Befürchtungen unbegründet.

„Niklas ist ein absolutes Ausnahmetalent. Er ist diszipliniert und weiß neben seinen sportlichen Erfolgen auch um die Bedeutung der schulischen Laufbahn“, so Marcus Tandecki. Der Lehrer leitet das Sportprofil an der Auguste Viktoria Schule, am Itzehoer Gymnasium, das Niklas besucht.

Zu den Zielen, die sich Niklas für die nahe Zukunft gesetzt hat, gehört die Festigung seines Platzes beim FC St. Pauli und im Tor der Landesauswahl. Er hofft, dass er mit seinem Team in dieser Saison die Hamburger Meisterschaft gewinnen kann.

„Wir wünschen uns für Niklas, dass er noch für sehr lange Zeit seinem Traum nachgehen kann“, sagen Niklas’ Eltern. Sie wissen, dass es im Leistungssport oft auch schnell damit vorbei sein kann. „Auf jeden Fall werden wir ihn immer in allen Bereichen so gut es wie möglich unterstützen“, sind sich Melanie und Michael Gohr einig.





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erstellt am 09.Jan.2014 | 18:11 Uhr

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