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Nicht alle Flüchtlinge dürfen bleiben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Deutschland gibt es einen großen Streit um Abschiebungen.

Die meisten von ihnen haben eine weite Reise hinter sich. Manche kommen von Kontinenten wie Afrika und Asien. Letztes Jahr erreichten mehrere Hunderttausend Flüchtlinge Deutschland.

Manche fliehen vor Krieg und Gewalt. Andere finden in ihrer Heimat keine Arbeit. Sie leiden unter Armut und erhoffen sich bei uns ein besseres Leben. Doch nicht alle Geflüchteten dürfen bei uns bleiben.

Wer bleiben darf und wer nicht, ist fest geregelt. Das hat unter anderem damit zu tun, aus welchem Land derjenige kommt. So oder so müssen die Flüchtlinge einen Antrag stellen. Eine Behörde prüft diesen Antrag. Dann wird entschieden.

Wenn die Behörde den Antrag ablehnt, muss der Geflüchtete Deutschland verlassen. Das nennt man Abschiebung. Tausende Menschen waren davon im vergangenen Jahr betroffen.

Manche Leute finden jedoch: Die Abschiebung dauert häufig viel zu lange. Teilweise bleiben Flüchtlinge noch für längere Zeit in Deutschland, obwohl ihr Bleibe-Antrag abgelehnt wurde.

Am Donnerstagabend trafen sich Politiker in Berlin, um über das Thema zu sprechen. Dabei einigten sie sich auf neue Regeln, die sie einführen wollen.

Durch diese Regeln sollen Flüchtlinge, deren Antrag abgelehnt wurde, in Zukunft schneller ausreisen. Flüchtlinge mit abgelehntem Antrag sollen zum Beispiel in den Einrichtungen bleiben, in denen sie zuerst unterkommen. Das macht es leichter, sie abzuschieben. Sie sollen nicht erst woanders untergebracht werden und sich dort einleben.

Allerdings sind längst nicht alle mit der Einigung einverstanden.

Gegner sagen zum Beispiel: Flüchtlinge würden in Länder abgeschoben, die nicht sicher seien. Ein Politiker aus der Regierung sagte hingegen: Die neuen Regeln seien dringend nötig, damit mehr Menschen Flüchtlinge in Deutschland akzeptierten.

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erstellt am 10.Feb.2017 | 16:12 Uhr

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