Tiere : Nerven wie Gummi

Der Furchenwal kann sein Maul ganz weit aufreißen.
Der Furchenwal kann sein Maul ganz weit aufreißen.

shz.de von
05. Mai 2015, 01:49 Uhr

Gaaaaaanz weit reißen Furchenwale ihr Maul auf, wenn sie futtern. Das ist wichtig, damit sie viel Wasser aufnehmen können. Daraus filtern die großen Tiere nämlich ihre Nahrung.

Das Wasser gelangt in ihren Kehlsack, der an einen Ballon erinnert. Dann drücken die Wale es mit der Zunge durch ihre Barten wieder aus dem Maul. Barten sind Hornplatten, die anstelle von Zähnen vom Oberkiefer hängen. Das sieht ein bisschen so aus wie eine sehr feine Bürste. Damit die Wale so viel Wasser aufnehmen können, brauchen sie besondere Nerven. Nerven kann man sich vorstellen wie Kabel, die durch den Körper von Menschen und Tieren verlaufen.

Sie leiten Informationen weiter. Nerven sind bei vielen Lebewesen nicht besonders dehnbar. Bei den Furchenwalen ist das im Maul und ihrer Zunge anders. Sie können die Länge der Nervenstränge verdoppeln, berichten die Forscher. Und danach können sie die Nervenstränge wieder zusammenziehen. Wie bei einem Gummi-Seil. Die Forscher glauben, dass auch andere Tiere solche dehnbaren Nerven haben, zum Beispiel Frösche.

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