Umwelt : Naturschutz lohnt sich

Der Schweinswal leidet unter Stellnetzen.
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Der Schweinswal leidet unter Stellnetzen.

Bei uns sind viele Tiere bedroht. Mach mit beim Artenschutz.

shz.de von
21. Mai 2015, 01:42 Uhr

Fuchs, Mücke, Reh, Katze, Hummel, Wildschwein... Würde man alle Tierarten aufzählen, die es in Deutschland gibt, wäre man eine ganze Weile beschäftigt. Fachleute sagen: Es gibt fast 50  000! Vielen von ihnen geht es allerdings nicht gut. Das berichteten Experten vom Bundesamt für Naturschutz gestern. Das liege vor allem daran, dass die Menschen den Lebensraum dieser Tiere zerstört haben.

Doch ihr könnt viel tun für den Artenschutz: Bei uns in Schleswig-Holstein macht sich der Naturschutzbund Nabu zum Beispiel Sorgen um den Schweinswal. „Das Problem sind die Stellnetze der Fischer“, erklärt Nabu-Sprecher Ingo Ludwichowski. Die Fischer wollen damit eigentlich Fische fangen, doch die Meeressäuger verfangen sich darin und überleben das oft nicht. Ihr könnt helfen, indem ihr beim Fischkauf darauf achtet, das ihr aus nachhaltigem Fischfang einkauft. „Dieser Fisch ist durch das FSC-Label gekennzeichnet“, erklärt Ludwichowski. Um dem Kiebitz zu helfen, könnt ihr Milch von freilaufenden Kühen kaufen, denn auf ihren Weiden findet auch der sehr seltene Vogel Futter.

Auch vor deiner Haustür leben vielleicht gefährdete Arten. Unzählige Schmetterlinge flattern durch Schleswig-Holstein – auch seltene wie der Scheckenfalter oder der Schwalbenschwanz. Ihnen könnt ihr helfen, indem ihr im Garten eine bunte Blumenwiese stehen lasst, statt alles fußballrasenkurz zu mähen. Denn die Schmetterlinge leben vom Nektar der Blumen.

Die Fachleute für den Naturschutz hatten in ihrem Artenschutzbericht aber nicht nur schlechte Nachrichten. Der Seeadler hat sich erholt. Und der Wolf, den es in Deutschland seit Jahrhunderten nicht mehr gab, ist wieder da, auch bei uns im Land, wo er Jahrhunderte nicht mehr zu sehen war. Das zeige, dass sich Naturschutz lohne, sagte die Präsidentin des Bundesamtes.

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