zur Navigation springen

Zehnjähriger will hoch hinaus : Mit Rucksack und Wanderschuhen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Zehnjährige Tyler Armstrong aus Amerika ist Bergsteiger. 30 Gipfel hat er schon erklommen und er hat noch viel vor.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2014 | 15:20 Uhr

Tyler Armstrong liebt es, hohe Gipfel zu besteigen. Der Zehnjährige kommt aus dem Land USA. Im vergangenen Jahr hat er einen etwa 7000 Meter hohen Berg in Argentinien erklommen. Barbara Munker von der Kina-Redaktion erzählt er, warum ihm das Klettern so viel Spaß macht.

Wie bist du zum Wandern und Bergsteigen gekommen?

„Mit sechs Jahren habe ich einen Dokumentarfilm über das Wandern entlang der Great Divide gesehen. Das ist ein langer Weg quer von Mexiko bis Kanada. Das fand ich toll. Ich habe meinem Vater damals gesagt, dass ich mit dem Wandern anfangen möchte.“

Welcher Berg hat dir am besten gefallen?

„Ich habe etwa 30 verschiedene Berge bestiegen. Am besten hat mir der Aconcagua gefallen. Das ist ein sehr hoher Berg in Argentinien. Dort waren wir im letzten Jahr über eine Woche zum Gipfel unterwegs. Ich war der jüngste Mensch, der bisher auf den Berg geklettert ist.“

Wie war es auf dem Gipfel? „Wenn man so hoch klettert, wird das Atmen immer schwieriger.

 Man lässt die Wolken weit unter sich. Ganz oben an der Spitze sieht man am Horizont, wie sich die Erde krümmt. Auf dem Gipfel war ich total glücklich. Wir haben Fotos und ein paar Videos aufgenommen und die amerikanische Fahne aufgestellt.“

Wie trainierst du für deine Touren? „Zwei Mal am Tag mache ich Sport. Ich gehe viel joggen oder spiele etwa Fußball. Ich habe auch einen Trainer, der mir Übungen für die Bauchmuskeln zeigt. Jeden Monat mache ich eine lange Wanderung.“

Die meisten Kinder haben keine Lust zu trainieren, aber dir macht das Training richtig Spaß. Mit wem kletterst du auf die Berge?

„Mein Vater Kevin ist immer dabei. Auf dem Berg Aconcagua waren wir zu dritt. Da hatten wir einen Experten dabei, der sich gut auskannte. In Afrika, auf dem Weg zum Kilimandscharo, waren wir acht Leute, darunter auch ein Koch und viele Träger. Dieser Berg ist nicht so schwierig. Er wird von ganz vielen Leuten bestiegen. Die Helfer in Afrika waren total nett. Sie haben unsere Zelte aufgebaut und heißen Kakao gemacht.“

Was isst du auf deinen Expeditionen? „Wir essen viele Suppen, Nudeln und Kartoffelbrei. Wichtig sind Sachen, die gut schmecken. Denn in großer Höhe hat man nicht so viel Appetit, aber man muss natürlich genug essen. Äpfel oder Apfelsinen sind zu schwer zum Tragen, aber Energieriegel sind prima.“ Hast du manchmal Angst und ist dir schon einmal etwas passiert?

„Angst habe ich eigentlich nie. Ich trainiere ja viel und lerne auch, wie man über Eis und Schnee und auf steilen Wegen läuft.

 Wenn das Wetter schlecht ist, gehen wir nicht raus. Vor Kurzem bin ich beim Abstieg ausgerutscht und hingefallen. Dabei habe ich mir einen Zahn angeschlagen. Danach musste sich zum Zahnarzt. Das war aber das Schlimmste bisher.“

Was treibt dich dazu an, diese anstrengenden Touren zu machen?

„Es macht mir total Spaß, aber ich tue das auch für einen guten Zweck. Ich kenne einen Jungen, der eine seltene Krankheit hat.  Seine Muskeln verkümmern und er kann nicht richtig laufen. Ich sammle Spenden und schreibe auch auf meiner Webseite darüber. Damit mehr Leute von der Krankheit erfahren und helfen.“

Wie denken deine Freunde und deine Mutter über die Bergtouren?

„Die halten mich für verrückt. Meine Mutter und mein kleiner Bruder haben gar keinen Spaß am Wandern. Aber Mama erlaubt es mir. Sie weiß, dass Papa aufpasst und dass wir nicht davon abzubringen sind. Mit meinem Bruder spiele ich oft Fußball. Auf kleine Wanderungen geht er auch mit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert