zur Navigation springen

Sport : Mit der Pfeife auf dem Rasen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Laura und Lena spielen nicht nur gern Fußball. Genausogern spielen ie Schiedsrichterinnen. Nach einer bestimmten Prüfung dürfen sie das nun auch – und haben Spaß dabei.

War das jetzt ein Foul oder nicht? Bei Fußball-Spielen im Fernsehen hilft bei solchen Fragen die Zeitlupe. Lena und Laura müssen ohne diese Wiederholung auskommen. Sie entscheiden blitzschnell. Denn sie sind Schiedsrichterinnen – und finden ihren Job klasse.

Für den Schiedsrichter-Job sind die Mädchen recht jung. Lena (rechts) ist 17 Jahre alt, Laura (links) 16. Sie leben in der Stadt Emmerich im Bundesland Nordrhein-Westfalen und sind Mitglied im gleichen Fußball-Verein. Seit einigen Monaten stehen sie mit der Pfeife auf dem Platz.

„Wir sind durch meinen großen Bruder dazu gekommen“, sagt Lena. Er ist seit zwei Jahren Schiedsrichter. „Er ist total begeistert und hat uns viel davon erzählt.“ Und so beschlossen die Freundinnen: Das machen wir auch.

Um Schiedsrichterin zu werden, macht man eine Ausbildung. Lena und Laura hatten zwölf Abende Unterricht bei erfahrenen Schiedsrichtern. „Da haben wir die Regeln ganz genau gelernt“, erzählt Lena.

Dass die Mädchen selbst Fußball spielen, ist natürlich praktisch. „So hat man schon etwas Ahnung, wie es läuft“, sagt Laura. Im Unterricht schauten sie sich mehrere Videos von Spiel-Situationen an. „Die haben wir besprochen: Was würde man jetzt als Schiedsrichterin machen?“ Genau solche Fragen beantworteten die beiden in ihrer Schiedsrichter-Prüfung. Ohne den Test zu bestehen, darf man nicht pfeifen. Netterweise half Lenas Bruder den beiden beim Lernen.

Auch den Lauf-Test bestanden sie locker. „Zwei Runden um den Fußballplatz in einer bestimmten Zeit. Das war easy“, sagt Lena. Schon eine Woche nach der Prüfung pfiffen die Schiedsrichterinnen jeweils ihr erstes Spiel – beide in der E-Jugend. „Da war ein erfahrener Schiedsrichter dabei und hat zugeschaut. Er konnte einem dann noch ein paar Tipps geben“, erzählt Laura.

Inzwischen steht niemand mehr am Spielfeldrand, wenn die beiden im Einsatz sind. Sie entscheiden jetzt allein: Freistoß oder nicht?

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2015 | 05:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen