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Abenteuer : Mit dem Wind um die Welt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das stürmische Kap der Guten Hoffnung oder ruhige Buchten in der Karibik: Wilfried Erdmann hat mit dem Segelboot schon viele Abenteuer erlebt.

Wilfried Erdmann liebt das raue Meer – und extreme Segeltouren. Viermal ist er mit seinem Schiff um die Welt gesegelt. Im Kina-Interview erzählt er von gemütlichen Stunden und gefährlichen Stürmen auf See.

Wie hat das mit dem Segeln angefangen?

Eigentlich war ich begeisterter Radfahrer. Mit 18 Jahren hab ich eine riesige Radtour gemacht, bis nach Indien. Dann war mein Rad ziemlich kaputt. Ein Mädchen hat mich zum Segeln eingeladen. Ich fand das gleich toll.

Wieso wollten Sie unbedingt die Welt umsegeln?

Das gemütliche Schippern auf dem See war nichts für mich. Ich wollte gleich richtig raus und das Meer kennenlernen. Ich musste mir aber alles selber beibringen. Auf einer Segelschule war ich nie.

War das sehr anstrengend, die ganzen Monate bei Wind und Wetter zu segeln?

Ich hatte ja auch eine Selbststeuerungs-Anlage. Das ist ein technisches Gerät, das das Boot auf Kurs hält, wenn der Segler schläft oder sich ausruht. Außerdem habe ich ab und zu mal eine Art Feiertag eingelegt. Da habe ich mal nicht an Segeln und das Vorankommen gedacht. Ich habe frische Kleidung angezogen, mir etwas Leckeres gekocht und es mir so richtig gemütlich gemacht.

Sind Sie mal in gefährliche Situationen gekommen?

Ich hatte einen fürchterlichen Sturm im Indischen Ozean, südlich von Madagaskar. In diesem Gebiet herrscht starke Strömung. Wenn die Strömung gegen den Wind fließt, wirft das steile, hohe Wellen auf. Ich habe alle Luken dichtgemacht und über zwei Tage ausgeharrt. Bis sich das Wetter legte und ich wieder Segel setzen konnte.

Was war für Sie das Schönste auf den Reisen?

Herrlich ist die Luft und das besondere Licht auf hoher See. Wenn man den Horizont gar nicht ausmachen kann, dann sieht es so aus, als würden die Wolken im Meer versinken. Auch die großen Kaps zu umsegeln, ist ein tolles Gefühl. Und besonders schön ist natürlich auch das Ankommen – wenn man nach einer langen Reise wieder in den Heimathafen einläuft.

 

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erstellt am 05.Mai.2014 | 01:32 Uhr

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