Kultur : Mit dem Pferd auf die Bühne

Jonna trifft Fabian Monasterios mit Pferd vor der Aufführung am Kalkberg.
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Jonna trifft Fabian Monasterios mit Pferd vor der Aufführung am Kalkberg.

Fabian Monasterios ist Schauspieler bei den Karl-May-Festspielen. Kina-Reporterin Jonna (12) hat ihn interviewt.

shz.de von
30. Juli 2018, 18:38 Uhr

In dem Stück „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ geht es um Harry Melton der im Gewölbe einer uralten Felsenburg Reichtum wittert. Seine geliebte Judith und er wollen Auswanderer zur Sklavenarbeit zwingen und einen deutschen Treck in ihre Gewalt bringen. Doch auch andere Menschen in Mexiko sind in Gefahr. Aber Harry und Judith haben ihre Rechnung ohne Winnetou und seinen Blutsbruder Old Shatterhand gemacht. Das Stück bei den Karl-May-Festspielen am Kalkberg in Bad Segeberg hat Witz, Spannung und Knalleffekte und ist für die ganze Familie zu empfehlen.

Aber wie ist es, auf so einer großen Bühne vor so vielen Zuschauern zu stehen – und zu reiten? Das hat mir Fabian Monasterios verraten, der im Stück den Falschspieler Player spielt.

Wie sind Sie zu den Karl-May-Festspielen gekommen?
2012 wurde bei Karl May ein böser Indianer gesucht, und da habe ich mich beworben, bin zum Casting gekommen und wurde genommen.

Ist es schwer für sie sich in ihre Rolle hineinzuversetzen?
Es ist ja mein Beruf. Manchmal dauert es länger, ein Gefühl für die Rolle zu kriegen, manchmal geht es ganz schnell. Hier bei Karl May haben wir fünf Wochen Probe, und dann kriegt man das hin!

Was mögen Sie am liebsten an ihrer Rolle?
Ich mag, dass der Player nicht durchgehend böse ist. Das ist bei Karl May ganz selten, dass eine Figur erst böse und dann nicht mehr böse ist, und das finde ich toll am Player, weil der eben nicht nur eine Seite hat.

Was ist das für ein Gefühl, vor so vielen Menschen aufzutreten?
Ich komme vom Theater, und das hier ist natürlich etwas ganz Besonderes. Ich wüsste nicht, wo man Sprechtheater vor mehr als 8000 Zuschauern macht, außer hier in Bad Segeberg. Zumindest ist das sehr selten. Am Anfang war das schon so, dass man dachte: „Wahnsinn“! Aber auch das ist Gewöhnungssache.

Mussten Sie schon mal einen Stunt selber machen und wenn ja, wie war das?
Ja. Zum Beispiel dort, wo ich kopfüber am brennenden Seil hänge. Das ist natürlich sehr anstrengend, aber wir haben ja ein ganz tolles Team von professionellen Stuntleuten, die einem da super zur Seite stehen und helfen!

Müssen Sie auch reiten?
Ja natürlich! Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das eins meiner liebsten Dinge. Ich meine, wo hat man die Gelegenheit, mit einem Pferd auf der Bühne aufzutreten? Ich reite sehr gerne und deswegen freue ich mich, dass man das hier kann!

Wie ist das vor allem jetzt bei diesem warmen Wetter im Kostüm zu spielen?
Ich habe so dicke Lederklamotten an, das ist bei dieser Hitze natürlich ganz schön doll! Am Nachmittag waren mit Sicherheit 40 Grad in der Arena. Man schwitzt natürlich viel mehr als sonst, und das ist natürlich viel anstrengender. Aber ich glaube, dass wir das ganz gut hinkriegen, weil wir das schon kennen.

Sie spielen ja auch Fernsehrollen. Was mögen Sie lieber, Fernsehen oder Karl May?
Das ist alles eine unterschiedliche Arbeit. Ich mag jede Art von Arbeit gern. Auf der Bühne oder vor der Kamera, beides hat etwas Besonderes. Aber Karl May gibt es so nicht noch mal, und darum ist das ein sehr besonderes Geschenk, hier spielen zu dürfen.

Mehr Informationen zu den Karl-May-Festspielen findet ihr hier.

 

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