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Schüler-Austausch : Mein Jahr in den USA

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Austauschschüler Mathes ist zurück in Glückstadt. Wie ist das, so lange von zu Hause weg zu sein?

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2014 | 01:35 Uhr

Ein Jahr lang hat Mathes (17) in Bronson, im US-Bundesstaat Michigan gelebt und für Kina ständig darüber berichtet. Seine Erfahrungen will er gern weitergeben:

Ich wurde oft gefragt, wann ich denn wieder nach Hause fahre – und ich kann eigentlich nur sagen, dass ich die ganze Zeit zu Hause war.

Meine wundervolle Gastfamilie, meine Freunde und Lehrer machten Bronson zu einem Ort, in dem ich mich sehr wohl und auch schnell heimisch gefühlt habe. Ich habe nie all diese großartigen Dinge erwartet, die mir in den letzten zehn Monaten passiert sind und ich hätte nicht einmal erträumen können, in einem Jahr an so viele wunderschöne Orte zu kommen. Daher war mein Motto während des Austauschjahres „Expect the unexpected!“ – auf Deutsch „Erwarte das Unerwartete!“.

Es war hart, Bronson und die USA zu verlassen, aber ich bin stolz, Bronson mein zweites Zuhause und die Mandokas meine zweite Familie zu nennen. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, mal mit einigen Brüdern zusammen zu leben und mit Phillip sogar ein Zimmer zu teilen.

Ab und zu hat es sich wirklich angefühlt, als würde ich träumen, da ich nicht glauben konnte, dass all diese wunderschönen Dinge gerade passieren, aber da mich niemand aufweckte, habe ich angefangen zu realisieren, wie toll es ist, diese Möglichkeit zu haben.

Ein Austauschjahr ist viel mehr, als nur eine Sprache zu lernen. Es ist fast wie ein zweites Leben. Du fängst an, in einem Ort und einer Familie zu leben, von denen du vorher noch nie etwas gehört hattest. Nach einigen Tagen lernt man die ersten Freunde und sein neues Zuhause besser kennen, und – vielleicht das Wichtigste – man lernt sich selbst kennen. Man muss allein entscheiden und handeln, da man zu Beginn mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist.

Ein Austauschjahr ist nicht immer einfach, sondern beinhaltet auch viele zwiespältige Situationen. Aber auch solche Erfahrungen muss man machen, um gut auf das Leben vorbereitet zu sein. Der Abschied von der Gastfamilie und die Rückreise ist, auch wenn es sich in diesem Moment so anfühlt, nicht das Ende, sondern erst der Anfang.

Ich bin sehr froh und unendlich dankbar für alle Leute und die Organisation „Youth For Understanding“, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben, und mein Auslandsjahr zu einem unvergesslichen Jahr mit vielen tollen Erinnerungen gemacht haben.

Ich würde es immer wieder machen! Ich kann es jedem nur empfehlen, mal solche Erfahrungen zu sammeln. Wenn ihr überlegt, ein Auslandsjahr zu machen oder einfach nur Fragen habt, könnt ihr mich gerne anschreiben: mathesrausch@googlemail.com. Ich würde mich sehr freuen!

Mehr Infos zu Mathes’ Jahr findet ihr hier in seinem Austausch-Blog.


 

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