Unwetter : Mehrere Tornados wüten in Norddeutschland

Die Katastrophe naht: Die Aufnahme zeigt die Windhose über einem Waldstück zirka 15 Kilometer von Bützow entfernt.
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Die Katastrophe naht: Die Aufnahme zeigt die Windhose über einem Waldstück zirka 15 Kilometer von Bützow entfernt.

Autos flogen durch die Luft, Häuserwände stürzten ein, Ziegel fielen von Dächern auf die Straße: In Bützow in Mecklenburg-Vorpommern hat es ein schweres Unwetter gegeben.

shz.de von
07. Mai 2015, 05:28 Uhr

Zwei oder sogar noch mehr Tornados fegten vorgestern Abend durch das Bundesland. Sie richteten teilweise heftige Schäden an und Menschen wurden verletzt.

„Ein Tornado ist ein sehr starker Wirbelwind, der sich um eine senkrechte Achse dreht“, erklärt der Experte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Das ist ungefähr so wie ein Eiskunstläufer, der sich auf dem Eis ganz schnell auf der Stelle dreht.

„Tornados entstehen, wenn kalte Luftmassen mit feuchter und warmer Luft zusammenstoßen“, sagt der Fachmann. Dann bilden sich Schauerwolken, Gewitterwolken und starke Winde. „Beim Tornado ändert der Wind unter der Gewitterwolke vom Boden bis zur Wolke seine Richtung. Und die Geschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu.“ Die Windgeschwindigkeiten in einem Tornado können mehrere Hundert Kilometer pro Stunde betragen. Das ist schneller als Autos auf der Autobahn fahren.

In der Wolke entsteht eine drehende Bewegung, und unter der Wolke bildet sich ein schmaler Schlauch, der wie ein Rüssel aussieht. Im Tornado entsteht ein Sog. „Er reißt alles mit, was im Weg steht.“

Auch in Bützow sollen Autos viele Meter hoch in die Luft geflogen sein. Das haben Augenzeugen berichtet.

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