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Menschenskinder : Mathe lernen mit Keksen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Schulwoche in Kanada hat Kina-Reporterin Inger (14) aus Groß Wittensee miterlebt.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2016 | 17:43 Uhr

Kleine Klassen, gemütliche Klassenräume und lockeres Lernen – das ist die Maria-Montessorischule in der kanadischen Stadt Saskatoon. Ich hatte die Möglichkeit, in der zweiten Woche der Osterferien dort am Unterricht teilzunehmen.

Die Klassen sind klein, mit maximal zehn Schülern, allerdings werden einige Fächer mit einer anderen Klasse unterrichtet.

Ich werde freundlich von der Schulleiterin Dr. Grace und meiner Klassenlehrerin Miss J (sprich: Dschey), die eigentlich Miss Jennifer heißt, begrüßt. Die Schüler sprechen ihre Lehrer hier nämlich mit dem Vornamen an. Meine Mitschüler sind alle mindestens ein Jahr jünger als ich, das stört mich aber nicht.

In dieser Schule wird das Theoretische oft mit dem Praktischen verbunden. Im Mathematikunterricht geht es um Brüche. Die Erweiterung von Brüchen wird uns anhand eines Keksrezepts erklärt. Wer fertig ist , darf diese Kekse dann backen. Am ersten Tag werden die Kräfte, die ein Flugzeug zum Fliegen bringen, behandelt. Dazu bauen wir Flugzeugmodelle aus Styropor zusammen, auf die wir Pfeile kleben. Diese Pfeile sind mit dem Namen der jeweiligen Kraft und einer kurzen Erklärung versehen und zeigen in die Richtung, in die die Kraft wirkt.

An einem Tag kommt ein Mann in die Klasse, der Pfeile und Bögen baut, wie sie früher zum Jagen oder Kämpfen benutzt wurden. Er erzählt uns etwas über Aufbau und das Zusammenspiel von Pfeil und Bogen, über die Tradition des Bogenschießens und über ein Festival in Frankreich, an dem er als Bogenschütze teilgenommen hat. Am Ende bauen wir jeder einen eigenen Pfeil.

Zwei mal die Woche gibt es das Fach Drama, was wir mit Theater übersetzen würden. In den zwei Stunden, an denen ich teilnehme, geht es nicht darum, ein Stück vorzubereiten, sondern um Improvisation. Die Schüler sollen erst mal an Theater herangeführt werden, da es auch für sie die ersten Stunden sind.

Am Ende eines Schultages gehen die Kinder immer raus, um Sport zu machen. Meistens spielen sie dabei Fangspiele oder ähnliches. An meinem letzten Tag geht die Klasse zu einer Bowlingbahn. Einmal im Jahr steht das auf dem Programm und Miss J meinte, dass dies eine schöne Verabschiedung für mich wäre. Stimmt!

So fand diese schöne Woche für mich einen netten Ausklang. Auch wenn der Unterricht ganz anders als an meiner Schule ist und es im Englischen öfter Verständigungsprobleme gab, habe ich doch viel gelernt, neue Eindrücke gesammelt und viel Spaß gehabt.

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