Tierschutz : Machen Nashorn-Farmen Sinn?

Ihre Hörner sind sehr begehrt: Deswegen werden Nashörner gejagt, obwohl es verboten ist.
Ihre Hörner sind sehr begehrt: Deswegen werden Nashörner gejagt, obwohl es verboten ist.

Experten streiten darüber, wie sie seltene Tierarten am besten vor dem Aussterben retten können.

shz.de von
11. April 2018, 22:40 Uhr

Wenn eine Tierart ausstirbt, ist das traurig. Erst neulich ist das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn gestorben. Der Grund: Menschen machen Jagd auf solche Tiere, obwohl es verboten ist. Sie verkaufen dann zum Beispiel deren Hörner. Denn in einigen asiatischen Ländern zahlen Menschen dafür sehr viel Geld.

Damit die wilden Tiere aber wegen der Jagd nicht aussterben, schlagen einige Experten vor: Man sollte mehr Nashörner etwa auf einer Farm züchten. Dort würde man ihnen ihre Hörner beschneiden. Das soll wie Fingernägel schneiden sein und nicht weh tun. Dann könnten die Züchter die Hörner verkaufen. Man hofft, dass so weniger wild-lebende Tiere wegen ihrer Hörner getötet werden.

Tierschützer finden diese Idee nicht gut. Sie meinen: Je mehr Hörner es zu kaufen gibt, desto mehr werden gekauft. „Es kann aus unserer Sicht niemals genug Nashorn-Horn produziert werden, um die Nachfrage zu decken“, sagt eine Tierschützerin. Das heißt, die wilden Nashörner würden weiter gejagt werden. Die Zucht würde das Problem nicht lösen.

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