Wikinger : Luca findet einen Silberschatz

Luca mit einem Suchgerät. Wenn es piept, ist er auf Metall gestoßen.
1 von 3
Luca mit einem Suchgerät. Wenn es piept, ist er auf Metall gestoßen.

Was der 13-Jährige entdeckt hat, ist eine Sensation.

shz.de von
16. April 2018, 18:28 Uhr

Da glitzert was in der Erde! Etwas Wertvolles vielleicht? Leider merkt man beim Aufheben meistens: Da glänzt nur ein Stück Müll. Aber beim 13 Jahre alte Luca war es anders: Er hat tatsächlich einen echten Silberschatz gefunden!

Luca war zusammen mit anderen Hobby-Archäologen auf der Insel Rügen unterwegs. Die liegt im Nordosten von Deutschland. Archäologen erforschen, wie die Menschen früher gelebt haben. Dazu suchen sie zum Beispiel nach alten Überresten im Boden – etwa mit speziellen Metall-Suchgeräten. Und plötzlich piepte das von Luca!

Tatsächlich grub er dann an der Stelle im Acker etwas aus. „Ich dachte, das ist irgendein Alu-Schrott“, erzählt er. Doch die Archäologen erklärten ihm: Er habe eine besondere Münze aus Silber gefunden. „Das war ein sehr cooles Gefühl“, sagt Luca.

Die Archäologen vermuteten, dass auf dem Acker noch mehr verborgen sein könnte. Und wirklich: Experten fanden einen ganzen Schatz! Dazu gehörten Münzen, kunstvoll geflochtene Halsreifen, Perlen und Ringe.

Dieser Schatz ist mehr als 1000 Jahre alt. Experten vermuten, er gehörte zum König Harald Blauzahn. Nun rätseln sie, warum der Schatz auf dem Acker lag. Vielleicht ließ König Harald das Silber vergraben? Damals wohnte in der Gegend niemand. Aber es gibt dort einen alten Grabhügel. Das wäre ein Versteck, das man sich gut merken kann.

Eine Technik heißt nach einem König

König Harald Blauzahn war ein mächtiger Herrscher im Norden Europas. Er wurde vor mehr als 1000 Jahren als Wikinger geboren. In einem Ort, der heute im Land Dänemark liegt. Der König soll besonders gut darin gewesen sein, verfeindete Herrscher miteinander zu verbinden. Er konnte wohl geschickt reden und verhandeln. So schuf er ein großes Reich.

Heute erinnert eine Technik an diesen König. Diese verknüpft keine Menschen, sondern Geräte. Und zwar ohne Kabel, sondern mit Funkwellen. Die Technik heißt Bluetooth. Das ist Englisch und heißt übersetzt Blauzahn. Damit verbinden sich etwa Lautsprecher und Smartphones.

Behalten darf Luca den Schatz übrigens nicht. Die Funde gehen an das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, damit Archäologen sie erforschen können. Später kommt der Schatz in ein Museum. Ein Experte des Landes sagt: „Ehrenamtliche Helfer haben auch keinen Anspruch auf Finderlohn.“ Luca macht das nichts aus. Er meint: „Ich werde immer weiter suchen gehen. Es wär natürlich toll, wenn ich noch mehr Schätze finden würde.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen