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Sport : Leon und Nick spielen noch immer

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zehn Jahre Kina: Was wurde aus den Handballjungs?

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 01:40 Uhr

Sie waren die „Handball-Profis von morgen“. Als die SG Flensburg-Handewitt im Jahr 2007 gegen den THW Kiel im Champions League Finale stand, haben wir uns den Sport einmal genauer angeschaut. Die Zwillinge Leon und Nick Witte waren gerade elf Jahre alt und spielten in der C-Jugend der SG. „Handball ist abwechslungsreicher als Fußball, weil es mehr Tore gibt“, meinte Leon. Damals spielten sie schon sieben Jahre Handball – und tun es heute immer noch mit großer Leidenschaft.

Die KiNA-Überschrift von damals ist zum Teil Wirklichkeit geworden. Nick ist Profi geworden, Leon nah dran. Dafür mussten sie viel tun. „In der Schulzeit haben wir oft schon vor dem Unterricht trainiert, morgens um 6 Uhr“, erzählt Nick. Das Abitur haben sie trotzdem beide geschafft.

Dabei haben die jungen Handballer von der Professionalisierung der SG profitiert, die die Trainingsbedingungen immer mehr verbesserte. Der Höhepunkt ihrer Karriere war die Norddeutsche Meisterschaft mit der A-Jugend. Aber die Erfolge haben nun auch dazu geführt, dass die Brüder nicht mehr zusammen in Flensburg spielen.

Nick hat im vergangenen Jahr den nächsten Karriereschritt gewagt. Er spielt jetzt in der Zweiten Bundesliga beim TV Neuhausen in Metzingen. Damit gehört er nun offiziell zu den Profis. Die Stadt Metzingen liegt in Baden-Württemberg, rund 850 Kilometer entfernt von Nicks Heimat und seinem Zwillingsbruder entfernt.

So oft wie möglich telefonieren die beiden miteinander. Das ist aber gar nicht so einfach zwischen dem täglichen Training und anderen Verpflichtungen. Denn beide verlassen sich nicht auf den Sport, sondern machen auch eine Ausbildung. Leon spielt in der Dritten Liga Nord, der Bundesliga-Reserve, und studiert Betriebswirtschaft an der Flensburger Fachhochschule. „Der Sport macht mir einen Tick mehr Spaß als das Studium. Aber das reicht nicht. Wir hatten beide schon Verletzungen“, sagt Leon. Nick macht eine kaufmännische Ausbildung und hat das Glück, einen Arbeitgeber zu haben, der Rücksicht auf seinen Leistungssport nimmt.

So bringen die beiden Nachwuchs-Handballer mit viel Einsatz hohe sportliche Leistung, halten sich aber alle Wege offen.

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