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Sport : Lena liebt die zischenden Bälle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In ihrem Verein ist das Mädchen mit Abstand die Jüngste. Die Achtjährige betreibt eine Sportart, bei der alles ziemlich schnell geht: Speedbadminton.

Lena (Foto) hat schon viele verschiedene Sportarten ausprobiert: Tanzen, Gymnastik, Ballett, Schwimmen. Oft verging ihr schon nach kurzer Zeit die Lust. „Tanzen hat mir keinen Spaß gemacht, und Ballett auch nicht“, sagt das Mädchen aus Berlin. Doch dieses Mal ist es anders.

Lena hüpft in der Halle hin und her. Die Achtjährige lacht über das ganze Gesicht. In der Hand hält sie einen Schläger. Er sieht so ähnlich aus wie beim Tennis – nur etwas kleiner. Ein paar Schritte entfernt steht Leonard. Der Schüler ist ein ganzes Stück größer als Lena. Er ist 16 Jahre alt und spielt dem Mädchen die Bälle zu. Einmal, zweimal, dreimal... Manchmal schaffen es die beiden sogar noch öfter, den Ball hin und her zu spielen – ohne dass er den Boden berührt.

Die Sportart, die Lena so viel Spaß macht, kommt einem irgendwie bekannt vor. Doch zwischen Lena und Leonard ist kein Netz gespannt wie beim Tennis oder beim Badminton. Es steht auch keine Platte in der Mitte, so wie beim Tischtennis.

Lena spielt Speedbadminton (gesprochen: spiidbettminten). Viele sagen aber auch Speedminton dazu. Der Sport ist eine Mischung aus verschiedenen Sportarten mit Schlägern. Ein bisschen erinnert er auch an das Ballspielen am Strand. Nur das die Bälle schneller durch die Luft fliegen. Wenn man genau hinhört, zischen sie sogar ein bisschen auf ihrem Weg. Mit Schwarzlicht kann man Speedbadminton sogar im Dunkeln spielen.

Meist spielen zwei Spieler gegeneinander. Jeder steht in seinem Feld. Vier solcher Felder passen auf einen Tennisplatz. Sie liegen ein paar Meter auseinander. Dazwischen darf der Ball nicht landen. Es geht immer hin und her. Wenn der Ball im Feld des Gegners landet, bekommt man einen Punkt.

Lena spielt noch nicht um Punkte. Sie ist erst seit einigen Wochen dabei. In einem Park hatte sie ein paar Spielern beim Speedminton zugesehen. Dann durfte sie mitspielen – und war sofort begeistert. „Ich habe erst mal die Bälle hochgehalten“, berichtet sie von ihren ersten Versuchen. Anfangs sei der Ball aber noch oft auf den Boden geplumpst. Mittlerweile ist sie schon viel besser geworden. Einmal pro Woche steht sie in der Halle und übt. „Das Zurückschlagen klappt noch nicht so gut“, gibt Lena zu. Aber ein paar Mal fliegen die Bälle schon hin und her, bevor sie auf dem Boden landen.

Dass sie beim Training mit Abstand die Jüngste ist, macht ihr nichts aus. Es macht ihr sogar Spaß, mit den älteren Jungs zu spielen. Schließlich sind Leonard und die anderen schon mehrere Jahre dabei und können Lena die Bälle genau zuspielen.

Nach einer Stunde ist das Training vorbei. Lena guckt ein bisschen traurig. Am liebsten würde sie noch weiterspielen. Bis zum nächsten Training muss sie sich aber noch eine Woche gedulden.

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erstellt am 30.Sep.2014 | 04:26 Uhr

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