zur Navigation springen

Leben im Krieg : Leben zwischen Bomben und Ruinen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kinder in Syrien hoffen, dass der Krieg bald aufhört. In Deutschland demonstrieren Menschen für den Frieden.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 01:29 Uhr

Vor fünf Jahren lebten in Syrien noch ungefähr 22 Millionen Menschen. Das Land liegt im Nahen Osten und grenzt unter anderem an die Türkei und den Irak.

Mittlerweile sind rund 5 Millionen von ihnen nicht mehr da. Sie flüchteten in andere Länder. Seit fünf Jahren wird in Syrien gekämpft. Verschiedene Gruppen bekriegen sich, darunter die Regierung des Landes und ihre Gegner.

Einige Städte werden von Soldaten belagert, zum Beispiel Aleppo im Norden des Landes. Viele Menschen sind dort bereits ums Leben bekommen. Flugzeuge werfen Bomben über den Häusern ab. „Der pausenlose Beschuss und die Explosionen waren ohrenbetäubend“, berichtet Hanaa Singer. Sie ist die Leiterin der Hilfsorganisation Unicef in Syrien und war vor wenigen Tagen in Aleppo. Auch Kinder leiden unter dem Krieg und den Bomben.

Die siebenjährige Bana al-Abed zum Beispiel. Gemeinsam mit ihrer Mutter twittert sie aus Aleppo. Sie schreibt über die Hoffnung, dass die Bomben aufhören und die Kinder sicher aus der Stadt gebracht werden. Doch bisher ist das nicht geschehen.

Verschiedene Organisationen versuchen, den Menschen vor Ort zu helfen. Obwohl das sehr schwierig und gefährlich ist. „Viele Schulen mussten geschlossen werden“, sagt Misty Buswell. Sie arbeitet für die Organisation „Save the Children“, auf Deutsch „Beschützt die Kinder“. Um die Kinder vor den Bomben zu schützen, finde der Unterricht teilweise unter der Erde statt.

Auch bei uns beschäftigt das Thema viele Leute. Gestern demonstrierten mehrere Hundert Menschen in der Stadt Berlin. Sie riefen dazu auf, die Kämpfe in Syrien zu stoppen.

Dasselbe forderten auch Helfer in der deutschen Hauptstadt auf einer Presse-Konferenz. Sie berichteten dort über die Lage in Syrien. Unter ihnen war auch Daniela Schadt, die Lebenspartnerin des deutschen Bundespräsidenten. Auch sie setzt sich für die Menschen in Syrien ein. Sie sagte: „Was in Aleppo und anderen Orten Syriens geschieht, sollte kein Kind auf der Welt erleben müssen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen