Universum : Leben und forschen im Weltall

Alexander Gerst war schon mal im All. In diesem Jahr soll er wieder hinfliegen.
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Alexander Gerst war schon mal im All. In diesem Jahr soll er wieder hinfliegen.

Astronaut Alexander Gerst hat viele Monate im Universum verbracht. Er erzählte uns, welche Fehler ihm dort passiert sind.

shz.de von
14. Januar 2018, 17:56 Uhr

Für Alexander Gerst steht ein großes Abenteuer an! Anfang Juni soll er in den Weltraum fliegen. Dort wird der Raumfahrer für sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS leben und forschen. Die ISS kreist in etwa 400 Kilometern Höhe um die Erde. Für Alexander Gerst (Foto) ist es bereits die zweite Reise zur Raumstation.

Unserer Kina-Reporterin hat er erzählt, was er tun würde, wenn ein Außerirdischer an die ISS klopft.

Sie waren vor einigen Jahren schon mal auf der ISS. Welche Fehler machen Raumfahrer dort am Anfang?

Es gibt so viele Anfängerfehler. Das eine ist, dass man, wenn man schwerelos ist, zu viel Kraft einsetzt. Man verschätzt sich und stößt sich zu schnell ab, um in der ISS von A nach B zu kommen. Man hat auch noch nicht genau bedacht: Wie bremse ich eigentlich wieder, wenn ich angekommen bin? Die alten Hasen schauen genau: Hier sind die Handläufe zum Festhalten. Die neuen klatschen immer mal aus Versehen an die Wand.

Was würden Sie tun, wenn ein Außerirdischer an die ISS klopft? Werden Sie auf Außerirdische im Astronauten-Training vorbereitet?

Bisher hat noch niemand geklopft und im Training hat man da wenig mit zu tun. Ich glaube, wenn jemand klopfen würde, würde ich ihn erst mal freundlich hereinbitten.

Ob es Außerirdische wirklich gibt oder nicht, das wissen wir nicht. Aber wir haben die Chance, das herauszufinden. Und zwar, wenn wir zum Mars fliegen.

Warum?

Wenn wir dort Leben finden, ausgestorbenes oder noch existierendes Leben wie zum Beispiel Bakterien, würde das bedeuten: Wir finden eine Form von Leben schon beim ersten Blick über den Tellerrand hinaus. Und das würde bedeuten, dass das Universum vor Leben wahrscheinlich nur so blüht.

Was sagt Ihre Familie dazu, dass Sie wieder ins Weltall fliegen?

Die haben mich mein Leben lang unterstützt. Als ich noch ein Kind war und neugierig hinter jede Ecke geschaut habe, auf jeden Baum klettern wollte, haben sie mich machen lassen. Sie haben gesagt, wenn du diesen Drang hast, die Welt zu erkunden um dich herum, dann tu das. Und das hat mich geprägt.

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