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Kina-Reporter : „Lass dich nicht unterkriegen“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf der Abi-Party fing alles an: DJ Le Shuuk hat die große Karriere gemacht – und wurde so zum Vorbild für Kina-Reporter Tjark.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 01:00 Uhr

Le Shuuk (29), einer der beliebtesten DJs Deutschlands, ist zum ersten Mal in Kiel aufgetreten. Kina-Reporter Tjark Hölbling (15) – der angefangen hat, selbst Musik aufzulegen – hat ihn vor seinem Auftritt im Atrium getroffen. Im Interview erzählt der Star von seiner aufregenden Karriere. Gute Tipps für junge DJs hat er auch.

Wie hast du angefangen? Und wie hast du es zu einem der beliebtesten DJs Deutschlands geschafft?
Ich habe mit 14 angefangen Musik zu machen, mit 16 das erste Mal in Clubs aufgelegt. Die waren aber nicht immer voll. Ich hatte nicht gleich am Anfang einen großen Hit, sondern habe mir meinen Erfolg jahrelang erarbeitet und eine Fangemeinde aufgebaut. Das ist krass, die sind so hautnah dabei.

Wo hattest du deinen ersten Auftritt?
Das war in meiner Heimat, in einem Club in Stuttgart. Eine Abi-Party. Ich war ziemlich nervös.

Was macht eigentlich ein DJ?

Es gibt DJs die bei Geburtstagen, Hochzeiten oder Firmenveranstaltungen Musik auflegen und für gute Stimmung sorgen. Sie spielen zum Beispiel bekannte  Rock- und Pop-Lieder, Rap, Schlager...  Dann gibt es noch DJs, die sich auf eine Musikrichtung spezialisiert haben, einen eigenen Stil entwickeln und meistens auf Festivals oder in Discotheken auftreten. Einige DJs, wie Le Shuuk schreiben auch ihre eigenen Tracks, also ihre eigenen Lieder.

...und wo hattest du deinen schönsten Auftritt?
Die größten und spektakulärsten Auftritte waren für mich das berühmte Elektro-Festival  Tomorrowland in Belgien und das Tomorrowland Unite in Gelsenkirchen, das parallel dazu stattfindet. Ich bin an beiden Orten aufgetreten und habe allein in Deutschland vor 40  000 Leuten gespielt.

Du schreibst ja auch selber Tracks. Hast du da eine bestimmte Vorgehensweise?
Wenn ich Melodien oder Beat-Elemente im Kopf habe, dann schreibe ich die einfach in das Musikprogramm auf meinem Computer und speichere die dort. Und wenn ich auf Festivals oder in Clubs Kollegen kennenlerne, dann tauschen wir uns aus und schicken uns Ideen hin und her. Irgendwann entwickelt sich daraus dann was.

Spielst du auch selbst ein Instrument?
Ich bin mal in einem Musikverein gewesen. Meine Mama hat gesagt, ich soll Flöte spielen, damit ich Noten lerne. Aber ich hab das nicht durchgezogen.

Was willst du nach deiner erfolgreichen Karriere machen?
Ich kann mir Vieles vorstellen. Ich habe Raumausstatter gelernt und damit auch lange mein Geld verdient. Aber eigentlich möchte ich jetzt nicht mehr aufhören, Musik zu machen. Ich denke da zum Beispiel an David Guetta, der wird dieses Jahr 50, und ist immer noch einer der erfolgreichsten DJs und Musik-Produzenten.

Ist es heute schwieriger, als DJ erfolgreich zu werden?
Ja, auf jeden Fall. Mittlerweile kann jeder mit einem kostenlosen Programm auf seinem Computer DJ sein, ohne überhaupt ein Mischpult oder so zu haben. Früher musste man sich da viel mehr einarbeiten und auch viel Geld für Schallplatten ausgeben. Außerdem machen immer mehr Diskotheken zu, weil die Leute vor allem auf Festivals gehen. Dort werden nur namhafte DJs gebucht. Junge bekommen kaum noch eine Chance aufzulegen.

Und was rätst du angehenden DJs?
Sich nicht unterkriegen lassen und am Ball zu bleiben. Man muss an sich selbst glauben, dann kann man es schaffen. Ich habe auch lange gebraucht, um da zu stehen, wo ich jetzt bin. Ich habe immer mein eigenes Ding gemacht und mich nicht angepasst.


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