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Interview : „Langsam werde ich nervös“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wie ist es, eine Animations-Figur zu sprechen? Internet-Star Lukas Rieger hat es uns erzählt.

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 16:03 Uhr

Wie die Stimme von Lukas Rieger klingt, weißt du vielleicht. Schließlich ist der Internet-Star eigentlich Sänger. Im Kino-Film „Bigfoot Junior“ verleiht Lukas Rieger nun seine Stimme, als Synchronsprecher. Der 18-Jährige spricht die Rolle von Adam, der sich im Wald auf die Suche nach seinem Vater macht.

Wie war das Synchronsprechen für dich?

Ich habe mir den Film zuerst auf Englisch angesehen. So wusste ich, was auf mich zukommt. Beim Einsprechen hatte ich dann das Drehbuch vor mir und habe einfach drauflosgesprochen. Ich hatte keine intensive Vorbereitungszeit, sondern war einfach spontan.

Am 17. August kommt der Film ins Kino. Bist du aufgeregt?

Langsam werde ich ein bisschen nervös, weil ja auch meine Freunde und meine Familie den Film angucken wollen. Ich bin gespannt, wie sie es finden, meine Stimme zu hören.

Im Film hat Adam Superkräfte. Welche Superkräfte hättest du gerne?

Früher fand ich Spiderman super, obwohl ich keine Spinnen mag, sondern richtig Angst vor ihnen habe. Aber ich fände es cool, wenn man überall rumklettern und Spinnennetze verschießen könnte. Wenn ich mich für eine Superkraft entscheiden müsste, würde ich aber wahrscheinlich Unsichtbarmachen nehmen. Dann könnte man überall hineingehen, ohne dass man bemerkt wird.

Ist das für dich schwierig geworden, unbemerkt irgendwo hinzugehen?

In den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es sehr schwierig geworden. Hier merke ich immer sofort, wenn die Leute reden und sagen: Schau mal, ist das nicht Lukas Rieger, der sich da gerade Kuchen holt? Aber ich habe gelernt, damit umzugehen, wenn die Leute mich ansprechen. Trotzdem wäre es auch manchmal schön, unerkannt ins Kino zu gehen.

Normalerweise stellst du dich selbst dar. Bei Bigfoot nimmst du eine Rolle an. War das schwierig?

Ich würde nur Rollen spielen, in die ich mich hineinversetzen kann. Bei Adam ging das gut. Er ist sehr mutig, manchmal ein bisschen frech und hat so viele Träume. Da konnte ich mich selbst sehr gut drin wiedererkennen.

Auf die Rolle des Bösewichts hättest du keine Lust?

Höchstens, wenn ich älter bin. Jetzt kann ich mir das nicht vorstellen. Ich könnte gar nicht böse sein. Ich würde immer so rüberkommen, als wenn ich gar nicht böse wäre.

Du bist mit deinen Videos so erfolgreich. Warum probierst du jetzt etwas anderes aus?

Ich will nicht nur auf einer Plattform etwas machen, sondern auch woanders auftauchen. Auch gerade für die ganzen Menschen, die mir nicht auf I−nstagram oder sonst wo folgen. Dafür ist es super, wenn man im Kino ist, auch im Fernsehen. So lernen immer mehr Leute mein Gesicht und meine Person kennen. Und denken: Ach, der macht Musik!

Du hast schon so viel gemacht. Gibt es trotzdem noch Dinge, die du gerne ausprobieren würdest?

Ich würde gerne ein Album machen, auf dem ich mit anderen Künstlern zusammenarbeite. Jedes Lied darauf würde ich gemeinsam mit einem anderen Künstler machen.

Wer müsste auf jeden Fall dabei sein?

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich sagen: Xavier Naidoo, Justin Bieber, Ariana Grande und vielleicht Cro. Und: Herbert Grönemeyer. Das ist vielleicht nicht die Musik meiner Generation, aber ich finde seine Musik sehr kunstvoll und seine Stimme sehr speziell.

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