Kultur : Kunst aus Blütenstaub

Ein ganzes Feld aus leuchtenden Haselnusspollen wird Kunst.
Ein ganzes Feld aus leuchtenden Haselnusspollen wird Kunst.

shz.de von
20. Oktober 2015, 01:54 Uhr

Blütenstaub, Wachs, Milch und Reis: Daraus zaubert ein Mann Kunst. Er heißt Wolfgang Laib. Der Künstler streut zum Beispiel in berühmten Museen Farbfelder aus Blütenstaub. Für seine Kunst sammelt der Mann jedes Jahr auf Wiesen Pollen von Löwenzahn, Haselnuss oder Kiefern – und das schon seit Jahrzehnten. Es kann bis zu 20 Jahre dauern, bis er genug Blütenstaub für ein Kunstwerk zusammen hat. Denn der Künstler braucht Millionen Pollen dafür. Deshalb sammelt er nach einer Ausstellung den wertvollen Blütenstaub auch wieder ein. Er bewahrt ihn in Weckgläsern auf – für einen neuen Farbteppich. Für seine ungewöhnliche Kunst bekommt Wolfgang Laib am Mittwoch in Japan wohl den wichtigsten Kunstpreis der Welt überreicht: den Praemium Imperiale.

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